Sieben Innovationsquellen

Die 7 Quellen der Innovation helfen Ihnen, systematisch nach innovativen Ideen zu suchen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie

  • ein neues Open-Source-Projekt starten wollen
  • auf der Suche nach einem interessanten Thema für Ihre nächste Diplomarbeit sind
  • auf der Suche nach einer innovativen Geschäftsidee sind oder
  • sie ein effektives soziales Projekt auf die Beine stellen wollen.

Es spielt auch keine Rolle, ob Sie auf der Suche nach einer technischen oder sozialen Innovation sind. Es geht vielmehr darum, den Bedarf, die Machbarkeit und den Zeitpunkt einer Innovation herauszufinden.

Ideen werden nicht zufällig gefunden

Um neue Ideen zu finden, werden normalerweise Kreativitätstechniken wie Brainstorming empfohlen, oder man sagt, man solle selbst ein Produkt entwickeln. Ironischerweise gibt es viele Ratschläge, die Idee oder das Geschäftsmodell zu testen – dabei ist die Ideenfindung in erster Linie etwas Zufälliges.

Dieser Ansatz ist nicht systematisch. Er ist nicht dazu geeignet, vielversprechende Ideen für Start-ups, Open-Source- oder soziale Projekte zu finden. Er basiert lediglich auf dem Prinzip: Versuche, so viele Ideen wie möglich zu generieren, vielleicht ist ja eines Tages eine brauchbare dabei.

Das Ergebnis: Es gibt viele Leute da draußen, die sagen: Ideen sind wertlos! Das Einzige, was zählt, ist die Ausführung.

Gute Ideen sind nicht wertlos

Dieser Behauptung möchte ich gerne widersprechen: Nein, gute Ideen sind nicht wertlos!

Wir brauchen gute Ideen. Und um gute Ideen zu finden, muss man wissen, wo man suchen muss.

Der Erfinder des Managements, Peter Drucker, hat 7 Quellen der Innovation entdeckt:

  1. Das Unerwartete
  2. Unvereinbarkeiten
  3. Prozess-Bedarf
  4. Veränderung des Marktes oder der Branche
  5. Demografische Entwicklung
  6. Veränderung der Wahrnehmung
  7. Wissensbasierte Innovation

Drucker wählte die Reihenfolge der Quellen nicht willkürlich:

  1. Das Risiko der Quellen nimmt zu.
  2. Innovationschancen, die in den Quellen 1 – 4 liegen, werden leichter von Insidern einer Branche entdeckt, Chancen, die in den Quellen 5 – 7 liegen, leichter von Außenstehenden.

7 And A Half Sources Of Innovation
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Die Quellen

Bevor wir uns mit den Quellen der Innovation beschäftigen, sollten Sie bedenken, dass sich die Quellen der Innovation nicht gegenseitig ausschließen. Elektrofahrzeuge sind das Ergebnis von neuem Wissen und veränderter Wahrnehmung.

Quelle der Innovation: Das Unerwartete

Zusammenfassung: Innovation entsteht oft durch unvorhergesehene Störungen oder unerwartete Ereignisse, die den Status quo in Frage stellen und Einzelpersonen und Organisationen dazu zwingen, sich anzupassen und zu innovieren.

Ausführliche Erläuterung: die Innovationsquelle “Das Unerwartete” unterstreicht den tiefgreifenden Gedanken, dass bahnbrechende Durchbrüche häufig auf Umstände oder Ereignisse zurückzuführen sind, die von der erwarteten Norm abweichen. Diese unvorhergesehenen Ereignisse dienen als Katalysator für neues Denken und erfinderische Lösungen. Sie veranlassen den Einzelnen, unbekannte Gebiete zu erkunden, sich schnell anzupassen und unkonventionelle Lösungen zu finden.

Zeitgenössische Beispiele:

  1. Post-it-Notizen (3M): Im Jahr 1968 entdeckte der Chemiker Spencer Silver auf der Suche nach einem robusten Klebstoff einen unerwartet schwachen Klebstoff. Diese glückliche Fügung führte schließlich zu den legendären Post-it Notes, die die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren und Informationen austauschen, revolutionierten.
  2. Penicillin (Alexander Fleming): Im Jahr 1928 entdeckte der schottische Bakteriologe Alexander Fleming zufällig Schimmelpilzsporen mit bakterientötenden Eigenschaften, die zur Entwicklung von Penicillin führten, dem bahnbrechenden Antibiotikum, das die medizinische Landschaft veränderte.
  3. Zoom Videokonferenzen: Die weite Verbreitung von Zoom während der COVID-19-Pandemie ist ein Beispiel dafür, wie ein unvorhergesehener Umstand – in diesem Fall der Bedarf an Fernkommunikation – ein Tool zur allgemeinen Anwendung bringen kann.

Quelle der Innovation: Unvereinbarkeiten

Zusammenfassung: Innovation entsteht häufig durch das Erkennen von Diskrepanzen oder Fehlanpassungen zwischen bestehenden Umständen und gewünschten Ergebnissen.

Ausführliche Erläuterung: “Inkongruenzen” als Quelle der Innovation konzentrieren sich auf die Identifizierung und Nutzbarmachung von Unstimmigkeiten, Widersprüchen oder unerfüllten Bedürfnissen. Wenn eine wahrnehmbare Inkongruenz zwischen der vorherrschenden Situation und dem angestrebten Zustand besteht, dient sie als starker Anstoß für Innovation. Die Überbrückung dieser Inkongruenzen führt zu erfinderischen Lösungen, die Ungleichheiten harmonisieren.

Zeitgenössische Beispiele:

  1. Die Elektrofahrzeuge von Tesla: Der innovative Ansatz von Tesla hat die Inkongruenz zwischen Umweltbelangen und traditionellen benzinbetriebenen Fahrzeugen durch das Angebot leistungsstarker elektrischer Alternativen überwunden und damit die Automobilindustrie revolutioniert.
  2. Airbnb: Airbnb erkannte die Diskrepanz zwischen ungenutztem Wohnraum und dem Bedarf von Reisenden an Unterkünften und führte eine Plattform ein, die diese Lücke effektiv überbrückte und das herkömmliche Gastgewerbe auf den Kopf stellte.
  3. Smartphones: Die Vereinheitlichung von Kommunikation, Fotografie, Computer und Unterhaltung in einem einzigen Gerät ist ein Beispiel für die Verschmelzung mehrerer Inkongruenzen und bietet den Nutzern ein rationalisiertes und multifunktionales Werkzeug.

Quelle der Innovation: Prozessbedarf

Zusammenfassung: Innovationen entstehen oft, wenn Möglichkeiten zur Optimierung oder Rationalisierung bestehender Prozesse erkannt werden.

Detaillierte Erläuterung: Die Innovationsquelle “Prozessbedarf” unterstreicht die Bedeutung des Erkennens von Möglichkeiten zur Verfeinerung bestehender Prozesse, um deren Effizienz und Wirksamkeit zu verbessern. Durch das Erkennen von Engpässen und Ineffizienzen innerhalb der bestehenden Arbeitsabläufe werden Unternehmen dazu angeregt, nach erfinderischen Lösungen zu suchen, die die betriebliche Leistung verbessern.

Aktuelle Beispiele:

  1. Schlanke Fertigung (Toyota): Die Einführung der Lean-Manufacturing-Prinzipien durch Toyota läutete eine transformative Ära ein. Dabei konzentrierte man sich unablässig auf Prozessverbesserung, Abfallreduzierung, Qualitätsverbesserung und betriebliche Effizienz. Diese Verfeinerungen haben die Fertigungslandschaft neu gestaltet.
  2. Amazons Innovation in der Lieferkette: Amazons kontinuierliche Innovation in der Lieferkette und im Logistikbetrieb ist durch Fortschritte wie Lagerroboter und Drohnenzustellung gekennzeichnet. Diese Innovationen optimieren die Lieferkette, was sich in schnelleren und effizienteren Dienstleistungen für die Kunden niederschlägt.
  3. Lean-Startup-Methodik: Die Lean-Startup-Methode steht für schnelle Iterationen, Feedback-gesteuerte Entwicklung und die Minimierung von Verschwendung im Produktentwicklungsprozess. Dieser Ansatz ist zu einem Eckpfeiler unternehmerischer Unternehmungen geworden, insbesondere im Technologiesektor.

Quelle der Innovation: Industrie- und Marktveränderungen

Zusammenfassung: Innovation entsteht häufig durch Veränderungen in der Branche und der Marktdynamik, die durch Faktoren wie gesetzliche Änderungen, sich verändernde Verbraucherpräferenzen oder demografische Veränderungen ausgelöst werden.

Detaillierte Erläuterung: die Innovationsquelle “Branchen- und Marktveränderungen” unterstreicht die Rolle von Umwälzungen bei der Neugestaltung der Unternehmenslandschaft. Unabhängig davon, ob sie von Änderungen der Rechtsvorschriften, einem sich wandelnden Verbrauchergeschmack oder einer veränderten demografischen Zusammensetzung herrühren, bieten diese Veränderungen Chancen für innovative Produkte und Dienstleistungen. Die Anpassung an diese sich entwickelnde Dynamik kann zu bedeutenden Fortschritten führen.

Aktuelle Beispiele:

  1. Elektroautos: Der Wandel in der Automobilindustrie wurde durch Veränderungen in der Branche ausgelöst, u. a. durch Umweltvorschriften und die gestiegene Nachfrage der Verbraucher nach umweltfreundlichen Transportmöglichkeiten. Dieser Wandel führte zum Aufkommen von Elektrofahrzeugen, wobei Unternehmen wie Tesla an der Spitze der Bewegung stehen.
  2. Pflanzliches und im Labor gezüchtetes Fleisch: Der Wandel der Ernährungsgewohnheiten hin zu ethischen und nachhaltigen Lebensmitteln hat das Wachstum von pflanzlichen und im Labor hergestellten Fleischprodukten vorangetrieben, die den veränderten Verbraucherwünschen entsprechen.
  3. Telemedizin: Branchen- und Marktveränderungen, die durch das Bedürfnis nach einem entfernten Zugang zur Gesundheitsversorgung vorangetrieben wurden, haben die Ausweitung telemedizinischer Dienstleistungen katalysiert, die zugängliche und bequeme Gesundheitslösungen bieten.

Quelle der Innovation: Demografische Entwicklung

Zusammenfassung: Innovationen können durch Veränderungen des Alters, der Größe oder der Zusammensetzung der Bevölkerung angeregt werden, da diese Veränderungen maßgeschneiderte Lösungen erfordern.

Detaillierte Erläuterung: Die Innovationsquelle “Demografie” unterstreicht die Bedeutung des Verständnisses und der Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse und Präferenzen verschiedener demografischer Gruppen. Da sich die Bevölkerung in Bezug auf Alter, Größe und Zusammensetzung weiterentwickelt, können Unternehmer und Unternehmen Chancen nutzen, indem sie Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf diese sich entwickelnden demografischen Gruppen zugeschnitten sind.

Aktuelle Beispiele:

  1. Ruhestandsplanung für Babyboomer: Das Älterwerden der Baby-Boomer-Generation hat eine Nachfrage nach maßgeschneiderten Finanz- und Gesundheitsdienstleistungen geschaffen. Innovationen in den Bereichen Ruhestandsplanung und Seniorenbetreuung sind entstanden, um diesem demografischen Wandel Rechnung zu tragen.
  2. Online-Lernplattformen: Online-Lernplattformen wie Coursera und edX richten sich an Lernende aller Altersgruppen und bieten verschiedene Kurse und Programme an, die den unterschiedlichen Bildungsbedürfnissen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen gerecht werden.
  3. Apps und Produkte für alternde Bevölkerungsgruppen: Die Entwicklung von Anwendungen und Produkten, die auf die Gesundheits-, Mobilitäts- und Zugänglichkeitsbedürfnisse älterer Bevölkerungsgruppen abzielen, wie z. B. Apps zur Erinnerung an die Einnahme von Medikamenten und seniorenfreundliche Smartphones, ist eine Reaktion auf den demografischen Wandel.

Quelle der Innovation: Veränderungen in der Wahrnehmung

Zusammenfassung: Innovationen können ihren Ursprung in Veränderungen kultureller Normen, Einstellungen und Werte haben, da diese veränderten Wahrnehmungen Chancen für neuartige Produkte und Dienstleistungen schaffen.

Ausführliche Erläuterung: die “veränderte Wahrnehmung” als Quelle von Innovationen unterstreicht den dynamischen Charakter von kulturellen Normen, Einstellungen und Werten. Wenn sich gesellschaftliche Sichtweisen verändern, ebnet dies den Weg für innovative Produkte und Dienstleistungen, die mit diesen sich verändernden Wahrnehmungen in Einklang stehen. Das Erkennen und Ausnutzen dieser Veränderungen kann zu bahnbrechenden und wirkungsvollen Innovationen führen.

Aktuelle Beispiele:

  1. Pflanzenbasierte Ernährung: Die zunehmende Akzeptanz der pflanzlichen Ernährung aufgrund von Gesundheits- und Umweltbedenken hat zu einer Vielzahl von veganen und vegetarischen Lebensmitteln geführt, die der veränderten Wahrnehmung einer ethischen und nachhaltigen Ernährung Rechnung tragen.
  2. Umweltverträgliche Produkte: Das gestiegene Umweltbewusstsein hat in verschiedenen Branchen die Ära der umweltfreundlichen und nachhaltigen Produkte eingeläutet und spiegelt die veränderte Wahrnehmung der Umweltverantwortung wider.
  3. Digitale Kunst und NFTs: Die Kunstwelt befindet sich derzeit im Wandel, da digitale Kunst und NFTs die traditionellen Vorstellungen von Kunstbesitz und -wert in Frage stellen. Diese veränderte Wahrnehmung hat Künstlern und Sammlern neue Möglichkeiten eröffnet.

Quelle der Innovation: Neues Wissen

Zusammenfassung: Innovationen sind oft das Ergebnis von Fortschritten im wissenschaftlichen oder technischen Bereich, wobei Durchbrüche und Entdeckungen Möglichkeiten für revolutionäre Innovationen schaffen.

Ausführliche Erläuterung: Die Innovationsquelle “Neues Wissen” unterstreicht die tiefgreifende Bedeutung von Durchbrüchen und Fortschritten im wissenschaftlichen und technischen Bereich. Wenn Forscher neue Einsichten oder Prinzipien erschließen, eröffnen sich Möglichkeiten für revolutionäre Innovationen in einem breiten Spektrum von Bereichen. Die Anwendung dieses neuen Wissens führt zu transformativen Veränderungen.

Aktuelle Beispiele:

  1. CRISPR-Gen-Editierungstechnologie: Das Aufkommen von CRISPR-Cas9, einer revolutionären Gen-Editierungstechnologie, ist das Ergebnis eines Durchbruchs in der Molekularbiologie. Ihr Potenzial, Medizin, Landwirtschaft und Biotechnologie durch präzises Gen-Editing zu verändern, ist ein Beispiel für die Macht des neuen Wissens.
  2. Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz (KI) und dem maschinellen Lernen: Die kontinuierlichen Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens haben zu Innovationen wie autonomen Fahrzeugen, vorausschauenden Analysen, virtuellen Assistenten und einer Vielzahl von Anwendungen in verschiedenen Branchen geführt.
  3. Nanotechnologie in der Materialwissenschaft: Innovationen in der Nanotechnologie haben die Entwicklung neuartiger Materialien mit einzigartigen Eigenschaften ermöglicht. Diese Materialien finden Anwendung in der Elektronik, Medizin und Werkstofftechnik und eröffnen neue Möglichkeiten der Produktentwicklung.

Sprache und Stil sollen den Geist und die Terminologie von Peter Drucker widerspiegeln und helfen, die Bedeutung und das Potenzial dieser Innovationsquellen in der heutigen wirtschaftlichen und technologischen Landschaft zu vermitteln.

Wie man sich als Solo-Gründer organisiert

Im folgenden Stelle ich euch meine tägliche Arbeitsweise vor, mit der ich zum einen meine Projekte erreiche und auch meine täglichen Aufgaben nicht aus den Augen verliere.

Problemstellung

Wenn man als Arbeitnehmer in einer Firma arbeitet, ist es normalerweise so, dass die eigenen Aufgaben klar definiert sind. In der Regel gibt es eine Projekt-Management-Software aus der klar ersichtlich ist, was als nächstes getan werden muss.

Wenn man als Freelancer, Solopreneur oder nebenberuflich tätig ist, sieht die Lage meistens anders aus.

Als ich mich mit meinen Affiliate-Websites selbstständig gemacht habe, hatte ich kein System, dem nicht folgen konnte. Ich hatte mich derzeit für ein einfaches Kanban-Board entschieden, indem ich meine Aufgaben eintrug.

Nach kurzer Zeit hatte ich Schwierigkeiten eine Balance aus neuen Features, die umgesetzt werden sollten, und regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben zu finden.

Mein Hintergrund als Product Owner in einem Scrum-Team war mir nur bedingt hilfreich. Zwar war mir klar, wie ich Aufgaben priorisieren und abarbeiten sollte, aber ich war überfordert wiederkehrende Aufgaben einzuordnen und regelmäßig zu bearbeiten.

Also machte ich mich auf die Suche, nach Planungssystem, die mir weiterhelfen sollten. Ich interviewte Freunde und studierte mehrere Organisationssysteme und kreierte daraus mein eigenes Planungssystem.

Mein Planungssystem sollte mir mit folgenden Anforderungen weiterhelfen:

  • Wichtige Features und Aufgaben sollten hoch priorisiert sein und möglichst zeitnah umgesetzt werden.
  • Wiederkehrende Aufgaben, die regelmäßig umgesetzt werden müssen, sollten mir weder den Backlog zumüllen, noch wollte ich sie in meinem Kopf haben.
  • Darüber hinaus wollte ich, das meine notorisch überfüllte Inbox verschwindet. (In der Vergangenheit, habe ich meine Inbox gerne als Ablagesystem für später zu erledigende Aufgaben eingesetzt.)

Darf ich vorstellen: Getting Things Scrumban

Nach meinen Erfahrungen und Recherchen habe ich folgendes System entwickelt. Im Wesentlichen ist es ein uneheliches Kind aus Getting Things Done, Scrum und Kanban.

Herzstück des Systems ist wie bei den meisten agilen Projektmanagementsysteme ein Taskboard.

Aktuell gliedert sich dieses in vier Spalten: Backlog, Todo, Doing, Done. Das Taskboard ist bewusst simpel gehalten. Menschen, die häufig Aufgaben delegieren oder von anderen bei der Erledigung abhängig sind, sollten noch über eine On-Hold- oder Delegated-Spalte nachdenken.

Allerdings hilft mir das Taskboard noch nicht mit wiederkehrenden Aufgaben. Diese müssen immer wieder neu eingepflegt werden. Wenn man in Sprints arbeitet, könnte man, sobald man eine wiederkehrende Aufgabe erledigt hat, diese immer wieder neu in den Backlog einpflegen. Das finde ich aber äußerst umständlich und es entspricht auch nicht wirklich einem Backlog. Schließlich will ich meinen Backlog ja abarbeiten und nicht automatisch anwachsen lassen.

Deswegen habe ich mich neben dem Taskboard noch für eine separate Liste mit wiederkehrenden Aufgaben entschieden. Die Aufgaben in dieser Liste kennzeichnen sich dadurch, dass sie sich zum einen wie der Name schon sagt wiederholen und Arbeitsumfang begrenzt sind. Typische Einträge sind “E-Mails lesen” oder “Google Analytics checken”. Grundsätzlich ist keine wiederkehrende Aufgabe zu klein, um nicht in dieser Liste zu landen. Hauptsache die Dinge sind aus dem Kopf und belegen keine Kapazitäten im Gehirn.

Für Termine verwende ich noch einen Kalender, um meine Termine zu verwalten.

Mein Arbeitsplatz sieht in etwa so aus

My work desktop

Ablauf

Mein Tagesablauf gliedert sich wie folgt:

Als Erstes checke ich meine Termine und lese dann E-Mails und andere Nachrichten, die an mich gesendet wurden. Wenn aus diesen, neue Aufgaben hervorgehen, werden sie in den Backlog eingepflegt.

Im Anschluss verschaffe ich mir einen Überblick über mein Taskboard und die wiederkehrenden Aufgaben, die eventuell neu aufgepoppt sind. Von hier aus kann ich dann mit der Erledigung aller Tasks beginnen.

Normalerweise starte ich mit den zu wiederholenden Aufgaben, da diese schnell erledigt sind und ich dann Zeit für das Taskboard habe.

Meinen Backlog überarbeite ich mindestens einmal pro Woche. Dabei sortiere ich die Features ggf. neu und schaue, dass sie so beschrieben sind, dass ich während der Umsetzung genau weiß, was ich machen soll. Beim Scrum würde man von einem Backlog-Refinement sprechen, bei GTD von Reflect.

Alle 14 Tage mache ich eine Retrospektive, bei der ich die vergangenen 2 Wochen Revue passieren lasse, entscheide welche Arbeitsweisen gut funktioniert haben und welche ich ändern möchte, um effektiver voranzukommen.

Auf echte Sprints mit festen Scrum-Events verzichte ich, da sie nicht mit meinem aktuellen Leben vereinbar sind und ich alleine natürlich etwas flexibler bin als ein Team von 5 bis 10 Leuten.

Apps

Im Folgenden möchte ich dir noch die Tools vorstellen, die ich derzeit verwende und die gut zu mir passen.

Als To-do-Liste mit wiederholenden Aufgaben verwende ich Google Tasks. Da Google Tasks eigentlich nicht alleine in einem Browser angezeigt werden kann, habe ich mir einen kleinen Workaround geschrieben: Google Tasks im Browser. Nutzt einfach diesen Link, wenn ihr Google Tasks unabhängig von GMail oder Calendar nutzen wollt.

Als Board-Lösung nutze ich ein selbst programmiertes Tool: Metado. Der entscheidende Vorteil für mich: Metado zeigt Google Tasks und GitHub-Issues von ausgewählten Projekten an. So kann ich unterschiedliche Projekte Seite an Seite sehen, ohne sie händisch übertragen zu müssen oder mehrere Tools gleichzeitig pflegen zu müssen.

Als Kalender nutze ich Google Calendar, weil ich gerne im Google-Ökosystem arbeite.

Wer sich mit anderen Tools wohlfühlt, die für seine Zwecke besser geeignet sind, kann natürlich diese natürlich verwenden.

Nun wird es Zeit, dass ich dich zu Wort kommen lasse. Wie strukturierst du deine Arbeit? Hast du vielleicht Tipps für den Rest von uns? Teile doch deine Erkenntnisse in den Kommentaren.

Akiee 0.0.4

Akiee Welcome-Screen

Ich habe Akiee Version 0.0.4 veröffentlicht. Dieses Release verbessert die User-Experience in einigen Details.

So wurden die Ansichten für den Source-Code der Markdown-Datei und für die Gesamtübersicht (Board-View) in das Menü verlegt, weil ich sie selbst kaum benutzt habe und sie aus meiner Sicht nicht so oft benutzt werden sollten.

Wiederholende Aufgaben werden nun wieder auf TODO gesetzt, wenn sie abgeschloßen wurden. Beendete Aufgaben bekommen ein Erledigungsdatum, damit man nachschauen kann, wann eine Aufgabe beendet wurde. Dies gilt auch für sich wiederholende Aufgaben, sie bekommen als Erledigungsdatum das Datum der letzten Erledigung.

In der DONE-Ansicht werden nun alle erledigten Aufgaben in chronologischer Folge angezeigt, da man so besser nachschauen kann, was man in letzter Zeit erledigt hat.

Um den Backlog besser zu ordnen, kann man nun einzelne Aufgaben an das Ende oder den Anfang verschieben.

Wer seine Aufgaben über Cloud-Storage-Dienste wie Dropbox, OwnCloud oder Syncthing abgleichen möchte, kann dies nun tun. Man wählt einfach ein synchronisiertes Verzeichnis als Ort zum Speichern der Aufgaben an.

Zusätzlich habe ich Akiee deutlich schneller gemacht. Zum einen läuft Akiee nun auf Electron und zum anderen wurde die Darstellung überarbeitet, damit sie schneller angezeigt wird. Dank Electron gibt es jetzt Downloads für jegliche erdenkliche Plattform und in jedem erdenklichen Paketformat.

Die User Storys für Akiee 0.0.3

  • Port from Node-Webkit to Electron.
  • As a (kanban) user I want to have the DONE state ordered by time in reverse, that I can see what I finished last.
  • When I am ordering my backlog, I want to put Tasks from the end of the backlog to the top.
  • Dropbox support.
  • Refactoring – Speedup
  • Move to electron for better toolkit and faster user interface.
  • Test Section aus dem Reagent Cookbook durcharbeiten und auf Akiee anwenden – Make Akiee ready for mobile.
  • Try to speed up akiee with cursors.
  • When I “done” a repeating task, I want that it is put to TODO again, but I want to see it in the DONE view.
  • Move Code-View and Board View to Menu, because it is almost never used.

Geplante Features

  • Mobile App to View task and add new ones.
  • Zim integration.
  • Markdown mode for zim.
  • When I enter a new task, I want to able to add more information to it without leaving my current view.
  • When I am scanning through a list in Akiee, I want to be able to use arrow-, page-, end- and pos1 keys.
  • When I am using Akiee a lot, I want to be able to donate somthing to the author, that I can help with / influence the development of Akiee.
  • When I am ordering my tasks, I want to be able to move them by drag&drap, because it is much faster, than using the arrow-buttons.
  • When I have larger tasks/stories (like writing a test article), I want to be able to divide it in sub-tasks.

Downloads

Releases für weitere Platformen findet ihr im Release-Repo auf GitHub.

Projektvorstellung wryte

wryte ist eine kleine Diktier-App, die ich geschrieben habe. Die Grundidee ist, dass man am besten so schreibt, wie man spricht. Was liegt da also näher, als wirklich zu sprechen.

Umgesetzt habe ich breit mit Elektron auf Basis der Speech-To-Text-API von Google Chrome. Da es beim Diktieren häufig zu kleinen Fehlern kommt, hatte ich die Idee, den diktierten Text im Anschluss an das Diktat durch eine Rechtschreibprüfung zu jagen.

Um das Diktieren flüssiger zu gestalten, können Satzzeichen einfach per Shortcut eingegeben werden und müssen nicht diktiert werden. So werden Gedankengänge nicht unnötig unterbrochen.

Wenn man mit dem Diktieren fertig ist, kommt man in einen Edit-Modus, in dem einem alle gefundenen Fehler angezeigt werden, und man den Text schnell überarbeiten kann.

Wichtig: Die ganze App ist ein erster Prototyp, der noch viele kleine Bugs besitzt und dem noch grundlegende Funktion fehlen, wie zum Beispiel eine Speichern-Funktion.

Umgesetzt habe ich wryte mit folgenden Technologien:

Ihr findet den Source-Code unter: https://bitbucket.org/marco_rockiger/wryte/src

Downloads gibt es für

Wer Lust das hat wryete zu testen, kann mir gerne Feedback zur Funktionsweise geben.

Akiee 0.0.3 veroeffentlicht

Release 0.0.3 ist ein großer Schritt für Akiee. Ich habe Akiee von reinenm Javascript zu Clojurescript und Reagent, einem Wrapper für Facebook's React, migriert. Weiterhin wurde Akiee's Oberfläche überarbeitet, damit es sich besser in die unterstützten Desktopumgebungen einfügt. 

Auf funktionaler Ebene ist es jetzt möglich weitere Informationen zu einzelnen Aufgaben hinzuzufügen oder zu bearbeiten; wie z.B. geplanntes Datum, Wiederholungen, Tags, etc.

Die User Storys für Akiee 0.0.3 waren:

  • Merge rakiee repository with akiee
  • When I look over my task, I want to set/change an attribute so that I can change it to my needs.
  • improvement: Mac: Alias Ctrl shortcuts to Cmd
  • fix: Mac: Rename "node-webkit" in the menubar to Akiee
  • As A User I want to see the details of a task when I click on it, that I can see notes I did to finish it.
  • As a user, I want better integration, that the app feels more native to me.
  • As a developer I want to explore the options of using Clojurescript for Akiee, that I can leverage Lisp for competitive advantage

Um eine Kopie von Akiee zu bekommen, lade einen der folgenden Downloads herunter. Ich freue mich über jegliche Rückmeldungen.

Die nächsten Features

Was ist für Akiee 0.0.4. geplant?

  • As a (kanban) user I want to have the DONE state ordered by time in reverse, that I can see what I finished last.
  • When I make a mistake, I want to go back to the last state, so that I can start over.
  • As a User I want to order my task via Drag & Drop, that I can order my task more efficient.
  • When the markdown file of my tasks get to big, I want to export tasks that I done, so that I only have tasks in the file that are still relevant to me.
  • As a User I want to synchronize my tasks via Dropbox and similar services, that I can add tasks from every computer I have access to.
  • As a user I want to keep notes (not tasks), that I want to keep for future reference, that I can remember important information. 

Akiee 0.0.2

Als Erstes starte ich mit einem Bild. Oder, ladet euch die neueste Version einfach runter und seht selbst.

Akiee Version 0.0.2 mit Kanban-Board

Akiee ist schneller geworden und es sind einige Funktionen dazugekommen. Zusätzlich gab es noch ein paar Optimierungen.

Was ist neu?

  • Es gibt jetzt eine Suche, mit der man die aktuelle Ansicht filtern kann.
  • Die All-Ansicht wurde in Board umbenannt und entspricht jetzt einem einfachen Kanban-Board (siehe Screenshot). Mit dem Board kann man sich wunderbar einen Überblick über alle Task verschaffen und so besser priorisieren und planen.
  • In den einzelnen Tasks wird jetzt angezeigt, zu welchem Projekt sie gehören. Projekte sind im Editor nichts anderes als Überschriften erster Ordnung (#), die ihr ganz einfach hinzufügen könnt.
  • Der Willkommensbildschirm ist jetzt weniger verspielt, sondern erklärt Einsteigern ganz nüchtern, wie sie mit Akiee starten können.
  • Das Button-Layout wurde überarbeitet, der Editor hat ein Icon bekommen und ist jetzt nicht mehr auf einer Ebene mit dem Ansichten, sondern wurde zu den Funktionen auf die rechte Seite verschoben. Das ist aus meiner Sicht sinnvoller.
  • Die Startzeit wurde verringert, indem die Unit-Tests in der Produktivversion rausgenommen wurden.
  • Die Datenstrukturen und die Speicherung wurden refactored.
  • Mittlerweile werden auch Deadlines angezeigt; eingeben kann man sie allerdings nur, indem sie mit dem DEADLINE-Keyword im Editor eingibt: DEADLINE: <2013-8-24> einfach unter die Überschrift eines Tasks schreiben und die Deadline wird angezeigt.
  • Es gibt jetzt ein Waffle-Board zu Akiee, mit dem User-Storys geplant werden. Dort kann man sich die Reihenfolge der Features anschauen. Wenn ihr Featurewünsche habt, könnt ihr auf Github einen neue Issue anlegen oder kommentieren – ich freue mich über jede Anregung.

Was ist geplant?

Für die nächsten Versionen sind folgende Features geplant:

  • Umstieg auf Clojurescript und React, um nicht mehr mit Javascript arbeiten zu müssen.
  • Drag & Drop-Support, damit man effektiver die Reihenfolge der Aufgaben ändern kann.
  • Eine bessere Integration in die einzelnen Betriebssysteme, damit der Eindruck einer nativen App entsteht. Webei Gnome das wichtigste Zielsystem ist.
  • Die Done-Spalte soll nicht mehr nach RANK geordnet sein, damit man sehen kann, was man als letztes erledigt hat.
  • Eine Detailansicht der einzelnen Aufgaben, damit man Task auch ohne Markdown-Kenntnisse editieren kann.
  • Synchronisation mit Dropbox oder Ähnlichem
  • Notizenfunktion, weil Aufgaben und Notizen eng zusammenhängen.
  • Eine mobile Version
  • Ein Plugin-System
  • Pakete für Arch und Ubuntu

Weitere Features findet ihr auf dem Waffle-Board zu Akiee. Ich freue mich auf eure Kommentare und Anregungen.

Installation

Wer jetzt Lust bekommen hat Akiee auszuprobieren, findet hier den Akiee-Download.

Einfach das Archiv entpacken und entweder auf akiee (Linux) oder Akiee (Mac/Windows) klicken. Linux-Nutzer müssen eventuell noch festlegen, dass Skripte vom Dateimanager gestartet werden und nicht im Text-Editor geöffnet werden.

Nautilus configuration

Akiee ist in der Version 0.0.2; es ist das zweite Beta-Release. Ich selbst benutze Akiee aber schon seit einigen Monaten und würde mich freuen, wenn ihr eine Testfahrt mit Akiee macht.

Projektvorstellung: Akiee – eine neuartige Todo-Liste und Aufgabenverwaltung für Linux, Mac und Windows

Akiee ist eine Aufgabenverwaltung, die ich in den letzten Monaten geschrieben habe. Akiee ist der Versuch, das Thema Todo-Liste ein wenig anderes anzugehen.

Was unterscheidet Akiee von anderen Aufgabenverwaltungen:

  • Die Reihenfolge der Aufgaben soll einfach zu ändern sein. Mit Akiee kann man die Reihenfolge der Aufgaben ganz einfach per Mausklick ändern. Bei anderen Todo-Listen habe ich oft versucht, mit einer Mischung aus Prioritäten und Fälligkeiten meine Aufgaben zu sortieren. Mit Akiee weiß ich immer genau was als nächstes ansteht.

  • Akiee speichert meine Aufgaben in einer Markdown-Datei! Man kann seine Todo's mit jeden Texteditor auf diesen Planeten bearbeiten. Die Aufgaben werden nicht in einer Datenbank abgespeichert, die nur von Akiee gelesen werden kann. Wenn man seine Aufgabendatei mit seinem Dropbox-Ordner verlinkt, kann man auf seine Aufgaben ohne Probleme im Internet erreichen.

  • Aufgaben haben in Akiee drei Zustände: Todo, Doing, Done! Die Funktionsweise von Akiee ist an agile Methoden wie Kanban und Scrum angelehnt. Die Aufgaben haben deswegen drei Zustände: Todo – für alles was getan werden muss; DOING – für das was jetzt gerade getan wird; DONE – für die Dinge die schon erledigt wurden.

Akiee ist aus meiner Arbeit als Product Owner in einem Scrum-Team entstanden. Bevor ich Akiee hatte, habe ich den wunderbaren Org-Mode benutzt, von dem auch die Idee kam, Aufgaben in einer Datei zu speichern. Tatsächlich habe ich große Teile der Org-Mode-Syntax in Akiee eingebaut.

Technisch basiert Akiee auf Node-Webkit, die Oberfläche ist auf das Gnome3-Theme Adwaita zugeschnitten.

Video

Installation

Wer jetzt Lust bekommen hat Akiee mal auszuprobieren, kann das mit diesen Binarys tun:

Einfach das Archiv entpacken und entweder auf akiee (Linux) oder Akiee (Mac/Windows) klicken.

Akiee ist in der Version 0.0.1; es ist das erste Beta-Release. Ich selbst benutze Akiee aber schon seit einigen Monaten und würde mich freuen, wenn ihr eine Testfahrt mit Akiee wagt. Ich freue auf Anregungen und Fragen von euch. Die Sourcen findet ihr unter: https://github.com/rockiger/akiee

Link Tipps: Zeitlupe, SICP, Automatisierung, Google Maps Alternative

slowmoVideo

 


Timelapse retiming (slow motion)
from Simon A. Eugster.

 

slowmoVideo ist eine Software, die aus normalen Videos Zeitlupen berechnet. Der Clou: die Viedeos sehen aus, als ob sie mit einer Hochgeschwindigkeitskamera geschossen wurden. Selbst bei wirklich langsamen Zeitlupen kommt es nicht zu einem Ruckeln der Videos.

Installation

sudo add-apt-repository ppa:brousselle/slowmovideo
sudo apt-get update
sudo apt-get install slowmovideo

slomoVideo Website

Einführung in die Informatik am MIT

Diese OpenCourseWare des MIT wird von vielen als die beste Einführung in die Informatik gehalten, die es gibt. Allerdings muss man sagen, dass das Material sehr anspruchsvoll ist! Die Videos machen es etwas leichter, als nur mit dem Buch zu arbeiten.

 


 

Structure and Interpretation of Computer Programs

Actionaz

Actionaz ist ein Automatisierungswerkzeug für Linux und Windows. Mit ihm kann man wiederkehrende Tätigkeiten automatisieren, ohne dass man Programmierkenntnisse benötigt.Actionaz Ubuntu

Actionaz simuliert Mausklicks und Tastenanschläge; zusätzlich kann es weitere Systemfunktionen wie Dialoge und Töne aktivieren.

Installiert

sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8
sudo apt-get update
sudo apt-get install actionaz

Google Maps Alternative

Skobbler ist eine Google Maps Alternative, die auf OpenStreetMap basiert und auch einen guten Routenplaner mitbringt. Wer also nicht möchte, dass seine Reisedaten an Google übermittelt werden, der findet hier eine gute Alternative.

Skobbler Maps

Neue Udacity Kurse

Die Online-Universität Udacity bietet im nächsten Semester neue Kurse an:

Entrepreneurship: The Lean LaunchPad – Wie man ein Startup aufbaut. (EP245)

Wie man das Risiko eines Start-ups minimiert und die besten Voraussetzungen für einen Erfolg legt. Silicon Valley Guru Steve Blank zeigt, wie man eine Geschäftsidee pr üft, indem man Kontakt mit potenziellen Kunden aufnimmt und sich vom Kunden bei der Weiterentwicklung seiner Geschäftsidee lässt. Ein Kurs, der auch für alle Open-Source-Projekte interessant ist, egal ob man Gelder einsammeln will oder einfach nur möglichst viele Anwender haben will.

Making Math Matter: Differential Equations in Action (CS222)

Dieser Kurs wird sich mit Problemen aus dem echten Leben. Beispiele sind die Rettung der Apollo 13 Crew oder wie man Epidemien eindämmt.

Software Debugging: Automating the Boring Tasks (CS259)

Hier lernt ihr, wie ihr systematisch Fehler in euren Programmen findet und den Debugging-Prozess automatisiert.

Intro to Theoretical Computer Science: Dealing with Challenging Problems (CS313)

Dieser Kurs lehrt euch die Konzepte der theorethischen Informatik und wie man schwierige algorithmische Problem löst.

Alle weiteren Kurse von Udacity findet ihr auf der Kursübersicht. Die meisten Kurse drehen sich um die Informatik.

Udacity arbeitet an der Aufwertung der Udacity-Kurse

Eine interessante Entwicklung bei Udacity ist, dass Sie versuchen die Online-Abschlüsse verwertbar zu machen:

  1. Ihr könnt einen Lebenslauf bei Udacity einstellen und Udacity versucht, für euch als Jobvermittler aufzutreten. Allerdings sind die Jobs momentan hauptsächlich in Kalifornien.

  2. Es werden momentan externe Prüfungen entwickelt, ähnlich wie das bei der Fernuni Hagen der Fall ist. Dies soll das Vertrauen in die Udacity-Abschlüsse erhöhen, da man nicht mehr so einfach betrügen kann.

Diskussionsbeitrag zur Finanzierung von Open-Source

29 Janvier 2009 - Paris

Die Finanzierung von Open-Source-Software ist immer wieder ein Problem. Speziell kleine Projekte haben immer wieder zu kämpfen, sei es bei neuer Hardware oder der Server-Miete – von der Bezahlung der Team-Mitglieder ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass die meisten Open-Source-Projekte werden von Einzelkämpfern programmiert und haben einfach nicht die Men-Power um sie (schneller) weiterzuentwickeln.

Meine beiden Lieblingsbeispiele sind die beiden Projekte Scribes und Gimp – Gimp als Beispiel für ein großes komplexes Projekt, Scribes als kleines Projekt mit einem Programmierer.

Gimp 2.8 verschiebt sich immer weiter nach hinten

Gimp hat Probleme, weil zu wenig Geld und Programmierer vorhanden ist. Die Roadmap für Gimp 2.8 wurde schon mehrmals angepasst und mit viel Glück wird Gimp 2.8 Ende des Jahres erscheinen. Bitte versteht mich nicht falsch: Gimp ist eine sensationell gute Software. Trotzdem läuft Gimp kommerzieller Software wie Photoshop immer etwas hinterher. Bis heute fehlen Ebenen-Gruppierung, Rich-Text-Formatierung oder ein Ein-Fenster-Modus. Man stelle sich mal vor, wenn die drei Hauptprogrammier Vollzeit an Gimp arbeiten könnten. Gleiches gilt für andere Multimedia-Software wie OpenShot und Ardour.

Scribes erfüllt nicht die Wünsche seiner Anwender

Scribes ist ein Editor der mit sehr viel Liebe zum Detail designt und programmiert. Ich lasse mich sogar zu der Aussage hinreißen, dass Scribes der beste Editor überhaupt ist. Scribes hat in den Augen vieler Anwender einen großen Makel: Scribes hat keine Tabs. Der Author meint, Tabs seien kontraproduktiv. Trotz der vielen Bitten der Anwender wird es wegen Zeitmangels des Authors keine Tabs in Scribes geben. Es sei denn, es findet sich ein weiterer Programmierer, der dieses Feature implementiert, oder irgendjemand macht Geld locker, damit der Author Zeit hat das Tab-Feature zu programmieren.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich sehe ich drei Lösungsansätze:

  • Spenden
  • Doppelte Lizenzierung
  • Sponsorship

Spenden

Die einfachste Lösung sind spenden der Anwender. Leider machden das die Wenigsten von uns in außreichendem Umfang.

Wer noch nie was für ein OSS-Projekt gespendet hat, sollte das unbedingt nachholen, die Entwickler sind einem meistens wirklich dankbar.

Doppelte Lizenz

Die doppelte Lizenz ist weit verbreitet im B2B-Bereich. Meist gibt es dann eine Community-Version, die abgespeckt ist und keinen Support enthält.

Für Deskop-Anwendungen ist diese Modell meines Wissens nicht sehr verbreitet, weil sich Support nicht so gut an Endkunden verkaufen lässt. Deswegen scheinen viele Firmen Vorbehalte gegen die Veröffentlichung der Sourcen zu haben.

Sponsorship

Sponsorship ist eine weitere Möglichkeit der Finanzierung von Open-Source-Projekten. Dabei muss man unterscheiden, zwischen reinen Geldspritzen und dem Abstellen von Entwicklern und Designern. Unter dem Strich muss man sagen, dass die meisten der erfolgreichsten Open-Source-Projekte irgendeine Form von Sponsoring bekommen. Als Beispiele will ich mal den Linux-Kernel, Firefox und LibreOffice nennen.

Einführung des Open-Source-Zehnt

Der Open-Source-Zehnt ist eine Idee von Gabriel Weinberg und kann als eine besondere Form des Sponsoring betrachtet werden. Er basiert auf dem Kirchen-Zehnt, der bis ins Mittelalter üblich war. Demnach hatte ein Gläubiger ein Zehntel seines Einkommen bei seiner Glaubensgemeinschaft abzuliefern.

Für Firmen und Selbstständige, die sich freiweillig verpflichten, hat der Zehnt den Vorteil, dass sie ihn erst auszahlen, nachdem sie Einnahmen generiert haben. Sie bekommen von der Open-Source-Gemeinschaft eine Art Kredit für Software, den sie dann später "zurückzahlen".

Umgekehrt ist es nur fair, wenn man als Firma Open-Source nicht einfach nur als kostenlose Software sieht, sondern der Gemeinschaft auch etwas zurückgibt.

Das gilt natürlich auch für die Rockiger UG. Wir werden in Zukunft 10% unseres Gewinns an Open-Source-Projekte spenden.

Was für Möglichkeiten seht ihr noch, um Open-Source-Projekten eine bessere Finanzierung zu ermöglichen? Was haltet ihr vom Open-Source-Zehnt?