Gimp für Webdesign

Gimp ist die Bildbearbeitung für Webdesign mit Ubuntu. Jeder der Websites unter Ubuntu gestalten will braucht dazu Gimp. Wie man Gimp einrichtet so, dass keine Wünsche mehr offen bleiben, will ich euch hier zeigen.

Wer meint, er braucht auch unter Ubuntu Photoshop zum Webdesign, der kann sein Glück mit Wine versuchen. Ich bin der Meinung, das ist nicht nötig, aber, wenn man schon seit Jahr und Tag Photoshop benutzt, kann ich das verstehen.

Wir werden im Folgenden:

  1. Paketquellen für Gimp und bestimmte Plugins hinzufügen
  2. Gimp, die Plugin-Registry und den Resynthesizer installieren

Paketquellen installieren

Wir müssen nur eine PPAs installieren: und zwar die von Webup8.org, damit können wir den aktuellsten Stable-Release von Gimp und die Plugin-Registry installieren. Im Terminal eineinfach:

sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8
sudo apt-get update

Gimp, Plugin-Registrym, Resynthesizer in Ubuntu installieren

Gimp installiert ihr denkbar einfach, im Ubuntu App-Store, ich meine natürlich Software Center, nach Gimp suchen und auf installieren klicken. Analog installiert ihr die Registry (Paketname: gimp-plugin-registry) und den Resynthesizer (Paketname: gimp-resynthesizer).

Etwas schneller könnt ihr  Gimp mit den beiden anderen Paketen natürlich auch im Terminal installieren:

sudo apt-get install gimp gimp-plugin-registry gimp-resynthesizer

Das ganze sollte dann so aussehen:

Gimp in Ubuntu mit
Plugin-Registry installiert

Gimp bringt für das Webdesign schon eine ganze Menge Funktionen mit. Mit der Plugin-Registry und dem Resythesizer sollten kaum noch Wünsche für das Webdesign mit Ubuntu mehr offen sein.

Übrigens: Wenn ihr keine Lust habt, das selbst zu machen, könnt ihr auch einfach Rockiger OS installieren.


Hardware-Tests für Ubuntu

Hardware-Benchmarking für Linux

OpenBenchmarking.org ist die größte Linux-Hardware-Datenbank im Internet. OpenBenchmarking.org bietet euch die Möglichkeit die passende Linux-kompatible Hardware für Ubuntu  zu finden.

Die Inhalte von OpenBenchmarking.org entstehen automatisiert durch die Verwendung der Phoronix Test-Suite 3.0. Wenn ein Nutzer der Übermittlung der Daten zustimmt, werden automatisch die Testergebnisse an OpenBenchmarking.org übertragen. 

OpenBenchmarking.org ist somit ein riesiges Crowdsourcing-Projekt. Der Vorteil gegenüber den herkömmlichen Harware-Datenbanken für Linux: Die Tester müssen nicht mehr aufwendige "Testberichte" schreiben, sondern sie testen ihre Hardware mit der Phoronix Test-Suite und die Daten werden dann automatisch übermittelt. Die Folge: Einfachere Testberichte führen zu mehr Tests, dadurch entsteht eine bessere Datenbasis für Ubuntu-Hardware. Ihr könnt euch beispielsweise die getestete Hardware für Ubuntu 10.10 ansehen. Allerdings würde ich, bevor ich einen Laptop kaufen würde, nochmal recherchieren.

Selber Hardware für Ubuntu testen

Wenn ihr nun selbst auch eure Hardware mit Ubuntu testen wollt, müsst ihr euch die Phoronix Test-Suite runterladen.

Einzige Vorraussetzung ist, dass ihr php5 installiert habt. Unter Ubuntu einfach in der Konsole:

sudo apt-get install php5-cli

eingeben. Dann entpackt ihr die Phoronix Test-Suite, wechselt in das entpackte Verzeichnis und installiert die Test-Suite mit

sudo ./install-sh

Hardware Tests anzeigen

Jetzt könnt ihr euch alle Hardware-Tests anzeigen lassen:

phoronix-test-suite list-tests

Wenn ihr nun den X-Plane Grafikkarten-Test machen wollt:

phoronix-test-suite benchmark pts/xplane9

Die Phoronix Test-Suite fragt euch dann, ob ihr eure Testdaten zu OpenBenchmarking.org übertragen wollt; installiert die Abhängigkeiten  für den Test (Achtung: Root-Passwort wird evtl. benötigt); dann startet der Test.

Kann OpenBenchmarking.org einen Unterschied machen?

Wie seht ihr das, ist ein OpenBenchmarking.org ein guter Ansatz, um etwaige Hardware-Probleme mit Ubuntu zu lösen bzw. die Auswahl der richtigen Hardware für Ubuntu-Anwender zu erleichtern?


Ubuntu für Webworker: Apache, MySQL und PHP installieren

Ubuntu für Webworker: Entwicklungs-Server

Wer unter Ubuntu Websites entwickeln will, der sollte auch einen Webserver installiert haben. Klassisch ist hier der Lamp-Stack mit Apache, MySQL und PHP.

Wer also mit Pencil Wireframes von seinen Website-Ideen entworfen hat und diese nun programmieren will kann sich unter Ubuntu ganz leicht einen Webserver installieren.

Webserver Meta-Package installieren

Als Erstes installiert ihr das Meta-Package "lamp-server". Dafür  einfach ein Terminal öffnen und Folgendes eingeben:

sudo apt-get install lamp-server^

Während der Installation müsst ihr für den MySQL-Datenbankserver das Root-Passwort festlegen. Dieses Passwort braucht ihr später für die Verwaltung der Datenbank, also bitte gut merken oder besser in einen Passwortmanage für Ubuntu speichern.

Nützliche Tools für den Ubuntu Webserver

Eigentlich könnten wir jetzt aufhören, ein paar wichtige Tools solltet ihr trotzdem noch installieren:

sudo apt-get install php5-cli php5-gd phpmyadmin

Mit phpmyadmin könnt ihr nachher ganz komfortabel unter http://localhost/phpmyadmin neue Datenbanken anlegen (Ich hoffe ihr habt euer Datenbank-Passwort noch).

Jetzt steht das Grundgerüst für eure Dev-Umgebung und ihr könnt anfangen mit PHP zu programmieren oder ein CMS wie Drupal zu installieren. Es gibt natürlich noch eine Menge andere Konfigurationsmöglichkeiten. Diese hier vorzustellen würde aber den Artikel sprengen.

Was habt ihr noch so auf eurem Dev-Server eingestellt? Mich interessiert besonders: Was habt ihr für rewrite-Regeln – damit kenne ich mich nämlich nicht so gut aus 🙂


Ubuntu für Webworker: Pencil

Ubuntu für Webworker: Pencil Wireframe

Ich bin neulich wieder mal auf die großartige Sketching-Software Pencil gestoßen. Ich muss sagen die Software hat sich in den letzten zwei Jahren wirklich super entwickelt.

Mit Pencil kann man sogenannte Wireframes oder auch Skizzen zeichnen. Das ist besonders sinnvoll in der Planungsphase von Webseiten und Software- Programmen.

Mit Pencil könnt ihr anderen (Kunden, Partnern) leicht eure Ideen und Vorstellungen darstellen, wie eure Website oder Software aussehen soll. So spart ihr euch eine Menge Entwicklungsarbeit später.

Die Funktionsweise ist ziemlich simpel: Pencil gibt euch bestimmte Widgets (Stencils) vor. Ihr zieht das Widget in den Arbeitsbereich passt die Größe an und holt dann dass nächste Widget. Ihr müsst also nicht selbst irgendetwas zeichnen, sondern ordnet nur vorhandene Objekte an.

Ubuntu für Webworker: Pencil Programm

Mit Pencil könnt ihr noch einen Schritt weiter gehen. Anstatt nach den Wireframes gleich in die entgültige Gestaltung oder die Programmierung einzusteigen, bietet euch Pencil die Möglichkeit die Interaktionsprozesse eurer Website nachzuspielen (oder besser vorzuspielen).

Ihr könnt mit Pencil nämlich mehrere Seiten in einem Dokument anlegen und diese Seiten untereinander verlinken. Wenn ihr dieses Dokument dann als Html exportiert, habt ihr einen Wireframe-Protypen eurer Website. So könnt ihr schon mal eure Ideen testen und anpassen – ohne dass ihr etwas programmieren müsst.

Wer von euch arbeitet denn schon mit Pencil oder anderen Wireframing-Tools? Für welche Aufgaben benutzt diese Tools denn noch?


Ubuntu und Unity – Warum ich an Unity glaube

Unity wird in der Ubuntu-Community kontrovers diskutiert. Einige begrüßen es, für andere ist der Grund mit Ubuntu zu brechen. Auf Twitter schrieb mir _zero:

unitiy is the reason i'm gonna move away from ubuntu. ugly windowmanager

Ich bin da es etwas anderer Meinung: Ich glaube Ubuntu hat mit Unity das Zeug, die Art wie wir mit PCs und Laptops arbeiten, grundlegend zu verändern.

Ubuntu kann mit Unity die heutigen GUIs ablösen

Für viele ist das heutige GUI-Konzept, das in den 70ern entwickelt wurde, einfach nicht geeignet. Ich glaube wir müssen die Art wie wir mit Computern arbeiten grundlegend verändern. Momentan werden zu viele Menschen einfach ausgeschlossen. Mir ist das erst vor zwei Tagen wieder aufgefallen, als ich meinem Vater beim Schreiben eines Briefs geholfen habe: Die heutigen Fenster-Manger/Betriebsysteme haben nichts intuitives. Alles muss man neu lernen, nichts ist für einen Anfänger wirklich klar, wirklich intuitiv.

Heutigen GUIs sind nicht mehr geeignet

Es spielt meiner Meinung auch keine Rolle, ob Windows, OS X oder Ubuntu – alle Systeme sind für Ungeübte nicht geeignet.

Ich hoffe, dass Ubuntu mit Unity hier eine wirkliche Verbesserung herbeiführt:

  • tätigkeitsbasierte Benutzung vs. programmbasiert Benutzung
  • Zeitgeist
  • intuitivere Optik.

Ubuntu 11.04 – Natty Narwhal wird hoffentlich nur der Anfang sein. Das große Ziel sollte eine perfektes Unity für das nächste Ubuntu LTS (also Ubuntu 12.04) sein. Die LTS-Versionen von Ubuntu sind für durchschnittliche Computer-Nutzer besser geeignet. Also, habt noch ein wenig Geduld mit Unity.

Ubuntu 12.04 wird wirklich entscheidend

Werde ich auf Unity umsteigen? Selbst bin ich mir noch nicht sicher, ob ich Unity benutzen werde. Immerhin habe ich mein Gnome liebevoll optimiert und mich an die vielen optimierten Einstellungen gewöhnt; ich bin aber auch nicht der entscheidende Anwender. Testen werde ich Unity jedenfalls ausführlich!

Wie sieht es mit euch aus? Werdet ihr auf Unity umsteigen?

PS: Ich habe ja schon geschrieben, dass ich Unity bei meinen Eltern testen wollte. Bis jetzt scheiterte der Test aber an der WLAN-Karte meiner Eltern, deswegen habe ich eine neue, Ubuntu-freundlichere gekauft und werde den Test mit Unity demnächst wiederholen und hier darüber berichten.


Panel-Icons in Ubuntu ändern

Ubuntu App des Tages: Tray Icon Changer

Auf der Suche nach Wegen, wie man die Panel-Icons in Ubuntu ändern kann, habe ich ein interessantes Skript im Ubuntuusers.de-Forum gefunden: Tray Icon Changer

Meister0815 hat das Skript geschrieben um die Icons im Panel zu verändern. Das Skript funktioniert am besten mit den Standard-Icon-Sets von Ubuntu. Es überschreibt die bestehenden Panel-Icons mit dem von euch gewähltem Icons. So müsst ihr das nicht mehr selbst mit der Hand machen.

Ihr könnt Tray Icon Changer auf der Profil-Seite von Meister0815 downloaden.


Chrome’s Flash-Player in Firefox verwenden

Linux, Laptops und Ubuntu: Chrome's Flash-Player in Firefox verwenden

Wenn ihr immer den neuesten Flash-Player für Linux auch in anderen Browserns verwenden wollt, könnt Ihr diesen kleinen Hack verwenden:

Optional:  Google Chrome installieren

Dank einer Kooperation zwischen Google und Adobe liefert Chrome den neuesten Flash Player für Ubuntu mit. Diese Version ist aktueller als die, die man von der Adobe Website runterladen kann.

Falls Ihr Google Chrome noch nicht installiert habt, müsst Ihr euch das deb-Paket für Google Chrome herunterladen und installieren.

Vorsicht ihr braucht wirklich Google Chrome, nicht den Chromium-Browser! Sonst ist der Flash-Player nicht dabei.

Chromium's Flash-Player mit Firefox verbinden

Startet ein Terminal und gebt den folgenden Code ein:

cd /usr/lib/firefox-addons/plugins
sudo ln -s /opt/google/chrome/libgcflashplayer.so ./

Standard Flash-Player deaktivieren

Falls Ihr schon einen älteren Flash-Player benutzt, müsst Ihr noch den standardmäßigen Flash-Player in Firefox und Opera ausschalten. 

Wenn alles geklappt hat, muss unter http://www.adobe.com/software/flash/about/ die aktuelle Flash-Player-Version mit der Version für den Google Chrome übereinstimmen (vgl. mit Bild oben)


Top 5 Artikel in 2010

Linux, Laptops und Ubuntu: Frohes 2011
by Bob Jagendorf

Ok, eigentlich wollte ich keinen Jahresrückblick veröffentlichen, aber extra für die Leser des Ubuntuusers-Planeten habe ich doch nochmal die Top 5 Blog-Posts des letzten Jahres zusammengestellt. Ich gehe einfach davon aus, dass die meisten Ubuntuusers-Mitglieder diese Posts eh nicht kennen.

  1. Ubuntu-Linux 10.04 auf dem Laptop: Optimieren
  2. Ubuntu-Linux 10.04 auf dem Laptop: Installieren
  3. Ubuntu-Linux 10.04 auf dem Laptop: Programme
  4. Ubuntu App des Tages: Preload
  5. Linux-User sind Raubkopierer

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine frohes und spannendes neues Jahr 2011.


Ubuntu App des Tages: Preload

Ubuntu - Preload

Preload lädt häufig benutzte Programme in den Hauptspeicher eures Laptops. Preload verkürzt die Startzeit eurer Programme in Ubuntu. So müsst ihr weniger auf euren Ubuntu-Laptop warten.

Man kann Preload mit einer Ramdisk vergleichen, nur das Preload die Ramdisk dynamisch anlegt.

Installation in Ubuntu

Ihr könnt Preload bequem aus den Paketquellen installieren. Entweder mit dem Software-Center oder ganz lässig über das Terminal:

sudo apt-get install preload

Mit Preload starten eure Programme bis zu 55% schneller.


Ubuntu App des Tages: Autojump

Ubuntu - Autojumpby Estherjane13

Autojump beschleunigt eure Verzeichniswechsel in der Kommandozeile von Ubuntu. Gerade wenn ihr mit eurem Laptop unterwegs seit, ist es wichtig, dass ihr schnell mit dem Terminal arbeiten könnt. Das kleine Python-Skript merkt sich die Orte, an dehnen ihr in euerem Filesystem wart. Zusätzlich legt Autojump eine Rangliste an, welchen Ort ihr am häufigstens besucht habt.

1 Verzeichnis steht zur Auswahl

Ubuntu-Autojump in Action

Autojump funktioniert folgender Weise:

Sagen wir, ihr möchtet in das Verzeichnis "/home/<euer Username>/Downloads/", also in den Ordner "Downloads" in euerem Home-Verzeichnis, springen. Gebt in einem Terminal

j Down <Enter>

ein. Autojump springt dann in das Verzeichnis Downloads.

Zwei Verzeichnisse stehen zur Auswahl

Ubuntu-Autojump in Action

Wenn es mehrer Verzeichnisse gibt, die passen, könnt ihr euch mit der Tab-Taste eine Auswahl anzeigen lassen:

j Down <Tab> # mögliche Auswahlmöglichkeiten erscheinen
1 <Tab> # die Auswahl wird vervollständigt
<Enter> # der Sprung in das Verzeichnis wird ausgeführt

Wie schon gesagt, Autojump merkt sich die Verzeichnisse, die ihr schon besucht habt. Deswegen ist es sinnvoll, dass ihr ein wenig mit Autojump auf eurem Laptop experimentiert, um die Möglichkeiten von Autojump zu entdecken.

Installation unter Ubuntu Lucid

Wenn ihr noch, wie ich, Ubuntu 10.04 Lucid Lynx verwendet, steht euch leider kein PPA zu Verfügung.  Ihr müsst Autojump herunterladen, entpacken und installieren:

tar zxf autojump_v13.tar.gz
cd autojump_v13
./install.sh # Passwort wird noch verlangt

Dann müsst ihr euer Terminal nochmal schließen und neu öffnen;  Autojump steht jetzt auf euerem Laptop für euch bereit.