Ubuntu für Webworker: Pencil

Ubuntu für Webworker: Pencil Wireframe

Ich bin neulich wieder mal auf die großartige Sketching-Software Pencil gestoßen. Ich muss sagen die Software hat sich in den letzten zwei Jahren wirklich super entwickelt.

Mit Pencil kann man sogenannte Wireframes oder auch Skizzen zeichnen. Das ist besonders sinnvoll in der Planungsphase von Webseiten und Software- Programmen.

Mit Pencil könnt ihr anderen (Kunden, Partnern) leicht eure Ideen und Vorstellungen darstellen, wie eure Website oder Software aussehen soll. So spart ihr euch eine Menge Entwicklungsarbeit später.

Die Funktionsweise ist ziemlich simpel: Pencil gibt euch bestimmte Widgets (Stencils) vor. Ihr zieht das Widget in den Arbeitsbereich passt die Größe an und holt dann dass nächste Widget. Ihr müsst also nicht selbst irgendetwas zeichnen, sondern ordnet nur vorhandene Objekte an.

Ubuntu für Webworker: Pencil Programm

Mit Pencil könnt ihr noch einen Schritt weiter gehen. Anstatt nach den Wireframes gleich in die entgültige Gestaltung oder die Programmierung einzusteigen, bietet euch Pencil die Möglichkeit die Interaktionsprozesse eurer Website nachzuspielen (oder besser vorzuspielen).

Ihr könnt mit Pencil nämlich mehrere Seiten in einem Dokument anlegen und diese Seiten untereinander verlinken. Wenn ihr dieses Dokument dann als Html exportiert, habt ihr einen Wireframe-Protypen eurer Website. So könnt ihr schon mal eure Ideen testen und anpassen – ohne dass ihr etwas programmieren müsst.

Wer von euch arbeitet denn schon mit Pencil oder anderen Wireframing-Tools? Für welche Aufgaben benutzt diese Tools denn noch?


Ubuntu und Unity – Warum ich an Unity glaube

Unity wird in der Ubuntu-Community kontrovers diskutiert. Einige begrüßen es, für andere ist der Grund mit Ubuntu zu brechen. Auf Twitter schrieb mir _zero:

unitiy is the reason i'm gonna move away from ubuntu. ugly windowmanager

Ich bin da es etwas anderer Meinung: Ich glaube Ubuntu hat mit Unity das Zeug, die Art wie wir mit PCs und Laptops arbeiten, grundlegend zu verändern.

Ubuntu kann mit Unity die heutigen GUIs ablösen

Für viele ist das heutige GUI-Konzept, das in den 70ern entwickelt wurde, einfach nicht geeignet. Ich glaube wir müssen die Art wie wir mit Computern arbeiten grundlegend verändern. Momentan werden zu viele Menschen einfach ausgeschlossen. Mir ist das erst vor zwei Tagen wieder aufgefallen, als ich meinem Vater beim Schreiben eines Briefs geholfen habe: Die heutigen Fenster-Manger/Betriebsysteme haben nichts intuitives. Alles muss man neu lernen, nichts ist für einen Anfänger wirklich klar, wirklich intuitiv.

Heutigen GUIs sind nicht mehr geeignet

Es spielt meiner Meinung auch keine Rolle, ob Windows, OS X oder Ubuntu – alle Systeme sind für Ungeübte nicht geeignet.

Ich hoffe, dass Ubuntu mit Unity hier eine wirkliche Verbesserung herbeiführt:

  • tätigkeitsbasierte Benutzung vs. programmbasiert Benutzung
  • Zeitgeist
  • intuitivere Optik.

Ubuntu 11.04 – Natty Narwhal wird hoffentlich nur der Anfang sein. Das große Ziel sollte eine perfektes Unity für das nächste Ubuntu LTS (also Ubuntu 12.04) sein. Die LTS-Versionen von Ubuntu sind für durchschnittliche Computer-Nutzer besser geeignet. Also, habt noch ein wenig Geduld mit Unity.

Ubuntu 12.04 wird wirklich entscheidend

Werde ich auf Unity umsteigen? Selbst bin ich mir noch nicht sicher, ob ich Unity benutzen werde. Immerhin habe ich mein Gnome liebevoll optimiert und mich an die vielen optimierten Einstellungen gewöhnt; ich bin aber auch nicht der entscheidende Anwender. Testen werde ich Unity jedenfalls ausführlich!

Wie sieht es mit euch aus? Werdet ihr auf Unity umsteigen?

PS: Ich habe ja schon geschrieben, dass ich Unity bei meinen Eltern testen wollte. Bis jetzt scheiterte der Test aber an der WLAN-Karte meiner Eltern, deswegen habe ich eine neue, Ubuntu-freundlichere gekauft und werde den Test mit Unity demnächst wiederholen und hier darüber berichten.


Panel-Icons in Ubuntu ändern

Ubuntu App des Tages: Tray Icon Changer

Auf der Suche nach Wegen, wie man die Panel-Icons in Ubuntu ändern kann, habe ich ein interessantes Skript im Ubuntuusers.de-Forum gefunden: Tray Icon Changer

Meister0815 hat das Skript geschrieben um die Icons im Panel zu verändern. Das Skript funktioniert am besten mit den Standard-Icon-Sets von Ubuntu. Es überschreibt die bestehenden Panel-Icons mit dem von euch gewähltem Icons. So müsst ihr das nicht mehr selbst mit der Hand machen.

Ihr könnt Tray Icon Changer auf der Profil-Seite von Meister0815 downloaden.


Chrome’s Flash-Player in Firefox verwenden

Linux, Laptops und Ubuntu: Chrome's Flash-Player in Firefox verwenden

Wenn ihr immer den neuesten Flash-Player für Linux auch in anderen Browserns verwenden wollt, könnt Ihr diesen kleinen Hack verwenden:

Optional:  Google Chrome installieren

Dank einer Kooperation zwischen Google und Adobe liefert Chrome den neuesten Flash Player für Ubuntu mit. Diese Version ist aktueller als die, die man von der Adobe Website runterladen kann.

Falls Ihr Google Chrome noch nicht installiert habt, müsst Ihr euch das deb-Paket für Google Chrome herunterladen und installieren.

Vorsicht ihr braucht wirklich Google Chrome, nicht den Chromium-Browser! Sonst ist der Flash-Player nicht dabei.

Chromium's Flash-Player mit Firefox verbinden

Startet ein Terminal und gebt den folgenden Code ein:

cd /usr/lib/firefox-addons/plugins
sudo ln -s /opt/google/chrome/libgcflashplayer.so ./

Standard Flash-Player deaktivieren

Falls Ihr schon einen älteren Flash-Player benutzt, müsst Ihr noch den standardmäßigen Flash-Player in Firefox und Opera ausschalten. 

Wenn alles geklappt hat, muss unter http://www.adobe.com/software/flash/about/ die aktuelle Flash-Player-Version mit der Version für den Google Chrome übereinstimmen (vgl. mit Bild oben)


Top 5 Artikel in 2010

Linux, Laptops und Ubuntu: Frohes 2011
by Bob Jagendorf

Ok, eigentlich wollte ich keinen Jahresrückblick veröffentlichen, aber extra für die Leser des Ubuntuusers-Planeten habe ich doch nochmal die Top 5 Blog-Posts des letzten Jahres zusammengestellt. Ich gehe einfach davon aus, dass die meisten Ubuntuusers-Mitglieder diese Posts eh nicht kennen.

  1. Ubuntu-Linux 10.04 auf dem Laptop: Optimieren
  2. Ubuntu-Linux 10.04 auf dem Laptop: Installieren
  3. Ubuntu-Linux 10.04 auf dem Laptop: Programme
  4. Ubuntu App des Tages: Preload
  5. Linux-User sind Raubkopierer

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine frohes und spannendes neues Jahr 2011.


Ubuntu App des Tages: Preload

Ubuntu - Preload

Preload lädt häufig benutzte Programme in den Hauptspeicher eures Laptops. Preload verkürzt die Startzeit eurer Programme in Ubuntu. So müsst ihr weniger auf euren Ubuntu-Laptop warten.

Man kann Preload mit einer Ramdisk vergleichen, nur das Preload die Ramdisk dynamisch anlegt.

Installation in Ubuntu

Ihr könnt Preload bequem aus den Paketquellen installieren. Entweder mit dem Software-Center oder ganz lässig über das Terminal:

sudo apt-get install preload

Mit Preload starten eure Programme bis zu 55% schneller.


Ubuntu App des Tages: Autojump

Ubuntu - Autojumpby Estherjane13

Autojump beschleunigt eure Verzeichniswechsel in der Kommandozeile von Ubuntu. Gerade wenn ihr mit eurem Laptop unterwegs seit, ist es wichtig, dass ihr schnell mit dem Terminal arbeiten könnt. Das kleine Python-Skript merkt sich die Orte, an dehnen ihr in euerem Filesystem wart. Zusätzlich legt Autojump eine Rangliste an, welchen Ort ihr am häufigstens besucht habt.

1 Verzeichnis steht zur Auswahl

Ubuntu-Autojump in Action

Autojump funktioniert folgender Weise:

Sagen wir, ihr möchtet in das Verzeichnis "/home/<euer Username>/Downloads/", also in den Ordner "Downloads" in euerem Home-Verzeichnis, springen. Gebt in einem Terminal

j Down <Enter>

ein. Autojump springt dann in das Verzeichnis Downloads.

Zwei Verzeichnisse stehen zur Auswahl

Ubuntu-Autojump in Action

Wenn es mehrer Verzeichnisse gibt, die passen, könnt ihr euch mit der Tab-Taste eine Auswahl anzeigen lassen:

j Down <Tab> # mögliche Auswahlmöglichkeiten erscheinen
1 <Tab> # die Auswahl wird vervollständigt
<Enter> # der Sprung in das Verzeichnis wird ausgeführt

Wie schon gesagt, Autojump merkt sich die Verzeichnisse, die ihr schon besucht habt. Deswegen ist es sinnvoll, dass ihr ein wenig mit Autojump auf eurem Laptop experimentiert, um die Möglichkeiten von Autojump zu entdecken.

Installation unter Ubuntu Lucid

Wenn ihr noch, wie ich, Ubuntu 10.04 Lucid Lynx verwendet, steht euch leider kein PPA zu Verfügung.  Ihr müsst Autojump herunterladen, entpacken und installieren:

tar zxf autojump_v13.tar.gz
cd autojump_v13
./install.sh # Passwort wird noch verlangt

Dann müsst ihr euer Terminal nochmal schließen und neu öffnen;  Autojump steht jetzt auf euerem Laptop für euch bereit.


Ubuntu – App des Tages: Kupfer

Ubuntu - App des Tages: Kupfer

Heute stelle ich euch eine Software vor, die euch hilft eure Produktivität auf eurem Laptop zu steigern. So, dass ihr mehr Zeit für die wichtigen Dinge habt und nicht in den Menüs von Ubuntu rumwühlen müsst.

Kupfer ist ein Schnellstarter für Ubuntu Linux. Ähnlich wie mit Gnome-Do, könnt Ihr mit Kupfer die wichtigsten Funktionen eures Laptops starten. Wenn Ihr Kupfer benutzt gibt es für euch eine Tastekombination die wichtig ist: Strg + Leertaste.

Kupfer: Die wichtigste Tastenkombination für euren Ubuntu Laptop

Drückt einfach Strg + Leertaste und ein kleines Fenster öffnet sich; nun könnt ihr einen Programmnamen eingeben und schon erscheint das Icon des Programms im Fenster; jetzt einfach Enter drücken und schon startet das Program.

Für OpenOffice Writer geht das so: Strg + Leertaste drücken, "open" eingeben, Enter drücken und fertig; vielleicht reichen auch schon "op". Kupfer optimiert seine Programm-Vorschläge für euch, insofern sind die Eingaben für jeden etwas anders.

Kufper bietet noch mehr

Ihr könnt mit Kupfer aber noch viel mehr machen als nur Programme starten, ihr könnt:

  • Dateien auf eurem System finden und öffnen
  • euren Laptop runterfahren
  • die Lesezeichen eures Browsers öffnen
  • Programme installieren
  • und noch vieles mehr. 

Dazu benutzt ihr die Tab-Taste; wenn ihr z.B. ein Programm installieren möchtet: öffnet ihr Kupfer, tippt den Namen des Programms ein, drückt Tab, wählt evtl. mit den Pfeiltasten installieren und drückt Enter.

Für das Spiel FreeDroid sieht das so aus: Strg + Leertaste, "Freedroid" eingeben, Tab-Taste drücken, "Installieren" auswählen und Enter. Schon wird Freedroid bei euch auf dem Computer installiert.

Kupfer: Freedroid installieren

Die Möglichkeiten von Kupfer sind durch verschiedene Plugins sehr vielfälltig; am besten Ihr werft einen Blick in die Kupfer-Einstellungen. Dort könnt ihr schauen, welche Plugins euch zusagen und Kupfer euren Wünschen anpassen – speziell die Tastenkobination zum öffnen von Kupfer solltet ihr euren Wünschen anpassen; oft wird Strg + Leertaste für die Code-Completion von IDEs verwendet; dann wäre es vielleicht sinnvoll Super + Leertaste zu verwenden.

Kupfer in Ubuntu installieren

Um Kupfer zu installieren, solltet ihr den üblichen Dreisatz zum Installieren von Software machen:

sudo add-apt-repository ppa:kupfer-team/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install kupfer

Ich hoffe Kupfer hilft euch eure Produktivität auf eurem Ubuntu Notebook zu steigern. So habt Ihr mehr Zeit um eure Kreativität mit Ubuntu auszuleben, anstatt unnötig in Menüs rumzuwühlen.

Wenn Ihr keine Lust habt, Kupfer selbst in Ubuntu zu installieren, könnt Ihr auch einfach Rockiger OS installieren. Bei Rockiger OS ist Kupfer schon vorinstalliert


Ubuntu eine Rolling Distro?

Ubuntu - The Rolling Rockby Pacdog

Ubuntu eine Rolling Distro? Wohl eher nicht. Zwar schrieb The Register gestern, dass Mark Shuttleworth einen aktuelleren Update-Mechanismus angedeutet hat. Heute morgen kam aber schon das Dementi von Ubuntu's Rick Spencer.

Laut Spencer wird aber an einem Update-Mechanismus gearbeitet, der es Ubuntu Usern ermöglicht, ihren Laptop mit den neuesten Programmen zu versorgen. Im Mittelpunkt dieser Maßnahme steht wohl das Software-Center von Ubuntu.

Erste Vorschläge aus dem Internet sehen die Möglichkeit vor, das PPA zu einem bestimmten Ubuntu-Programm über das Software-Center einzurichten. Auf so eine Möglichkeit wird es wahrscheinlich hinauslaufen.

Meiner Meinung wäre das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Viele Ubuntu Nutzer wollen einfach mit den neuesten Programmen arbeiten, aber nicht jedes halbe Jahr eine neue Distribution installieren. Für den Otto-Normal-Verbraucher sind PPAs aber eine Nummer zu heftig. Außerdem sind sie nicht besondern anwenderfreundlich. Unter diesem Aspekt ist es sinnvoll, den Ubuntu Nutzern ein einfache Update-Möglichkeit zu geben.

Ein zweiter Vorteil: So müssen Ubuntu User nur Anwendungssoftware aktuallisieren. Die Nutzer können die neuesten Features von Gimp, Inkscape und OpenOffice nutzen, müssen aber nicht befürchten, das sich Stabilitätsprobleme durch Änderungen am Betriebssystem-Kern einschleichen

Zu guter Letzt würde eine Aktuallisierung der Anwendungssoftware die LTS-Versionen von Ubuntu extrem aufwerten: Das lästige halbjährige Aktuallisieren des Betriebssystems würde endlich wegfallen. Für alle, die mit Ubuntu einfach nur arbeiten wollen, ein Segen.

Wie seht ihr das? Brauchen wir eine Möglichkeit, Software schneller zu aktuallisieren? Oder ist alles gut so, wie es ist?


Unity-Experiment

Ausschnitt Ubuntu Unity-Oberfläche

Inspiriert durch die Ankündigung von Mark Shuttleworth Unity statt der GNOME Shell in Ubuntu 11.04 zu verwenden, starte ich ein Experiment mit meinen Eltern: Ich werde auf deren PC die Netbookverision von Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat installieren.

Ziel

Was ist das Ziel meiner Studie? Ich würde gerne testen, wie leicht meinen Eltern der Umstieg auf Ubuntu mit Unity fällt. Meine Eltern verwenden heute noch Windows XP. Als Computer-Nutzer sind meine Eltern völlig unbedarft. Sie benutzen den Computer hauptsächlich um:

  • im Internet zu surfen
  • Emails zu verschicken
  • Briefe zu schreiben

Ihre Probleme beim Umgang mit dem Computer sind:

  • Sicherheitsfragen, z.B. Aufforderungen des Virenscanners, Sicherheitsmeldungen im Windows
  • schlechte Übersichlichkeit des User-Interface
  • zu kleine Icons

Die Frage ist nun, wird Ubuntu das Leben meiner Eltern vereinfachen oder verkomplizieren. Wenn die Oberfläche für meine Eltern leichter zu bedienen ist, werte ich das als deutliches Zeichen, dass Unity für den Otto-normal-Verbraucher besser geeignet ist, als die Gnome Shell.

Ich halte euch auf dem Laufenden.