Laptop Kaufen

Welchen Laptop soll ich kaufen?

Als Käufer eines Laptops stellt man sich häufig fragen wie:

  • Wie finde ich den richtigen Laptop, den ich kaufen soll.
  • Ist er der richtige für mich und auf was muss ich achten?
  • Welcher Laptop soll es denn sein?
  • Welcher Laptop ist für mich empfehlenswert?
  • Welchen Laptop brauche ich, um Videos zu bearbeiten?
  • Welcher Laptop ist besonders zum Spielen geeignet?
  • Welcher Laptop ist der Beste?

Welchen Laptop soll man kaufen – leider gibt es keine allgemeine Antwort darauf

Welcher Laptop, welches gehauseLeider gibt es nicht den einen Laptop zum kaufen, der für alles und jeden geeignet ist – auch wenn uns mancher Hersteller das weißmachen will. Das fängt bei der Größe des Laptop-Gehäuses an und hört bei der Wahl des Betriebssystems auf. Der richtige Laptop ist immer auf die Wünsche des Anwenders abgestimmt – ähnlich wie unterschiedliche Autofahrer auch unterschiedliche Autos haben.

Wichtige Komponenten eines Laptops

Nachfolgend werden die wichtigsten Komponenten eines Laptops aufgezählt und erleutert, es wird auf die Merkmale der jeweiligen Komponente eingegangen, eine allgemeine Empfehlung gegeben und mit evtl. Marketing-Mythen aufgeräumt. Später werden 3 typische Laptop-Käufer vorgestellt und eine Empfehlung für sie abgegeben.

Gehäuse

Es gibt Laptop-Gehäuse in unterschiedlichen Größen und Materiallien. Die gängigsten Größen für Laptops haben eine Bildschirmdiagonale zwischen 10 Zoll (25 cm) und 20 Zoll (51 cm). Die häufigsten Größen sind wahrscheinlich 13,3 Zoll (34 cm) und 15,4 Zoll (39 cm). Eine Gehäusegröße von 13,3 Zoll ist etwas praktischer beim Transport und kann problemlos überall mit hin genommen werden, trotzdem kann man mit einem 13,3er auch zuhause noch einigermaßen arbeiten. Ein Laptop mit einer Größe von 15,4 Zoll ist noch komfortabler zu bedienen, manchmal hat man sogar einen Ziffernblock, dafür ist er unterwegs ein wenig unhandlicher. Als Materialien kommen Aluminium, Magnesium und diverse Kunstoffe zum Einsatz.

Letztlich ist das Äußere des Laptop-Gehäuses Geschmackssache und hängt von den persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben ab.

Prozessor

Der Prozessor ist das Gehirn eines Laptops. Er verarbeitet die Informationen eines Programms. Bei einem mobilen Prozessor ist, anders als bei einem Desktop-PC, nicht nur die Geschwindigkeit wichtig, sondern auch ein niedriger Stromverbrauch.

Faktoren für die Geschwindigkeit eines Prozessors sind:

  • Die Anzahl der Rechenkerne – mehr Rechenkerne können mehr Aufgaben gleichzeitig abarbeiten und sind somit schneller; allerdings muss die Software auch entsprechend programmiert sein.
  • Die Größe des Cache-Speicher – umso größer der Cache, umso weniger Daten müssen zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher ausgetauscht werden.
  • Der RAM-Controller – er verwaltet den Datenfluss zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher.
  • Der Taktfrequenz – sie wir in Hertz gemessen; sie ist ein Faktor bei der Geschwindigkeit eines Prozessor, aber nicht der alleinige, wie das die Hersteller einem glauben machen wollen.

Momentan schnelle Prozessor-Serien sind die Intel Core und die AMD Phenom II Prozessoren. Besonders sparsame, aber recht langsame Prozessoren sind die Intel Atom und die AMD Bobcat Prozessoren.

Festplatte

Die Festplatte ist der zentrale Datenspeicher eines Laptops. Auf ihr speichert man alle möglichen Daten, wie Text, Musik, Fotos und Filme, aber auch Programme.

Es gibt Festplatten in unterschiedlichen Größen. In Laptops werden heute vor allem Festplatten zwischen 320GB (=Gigabyte) und 1000GB verwendet. Eine Ausnahme können hier die SSD-Festplatten bilden, die auch wesentlich kleiner zur Verfügung stehen, dafür aber deutlich schneller als hermömmliche Festplatten sind.

Auf einer Festplatte mit 1000GB Speicherplatz können ca. 22.000 Stunden Film in Fernsehqualität gespeichert werden oder ca. 500.000 Fotos – auf einer 320 GB immer noch ca. 7.000 Stunden Film und ca.160.000 Fotos.

Man unterscheidet bei Festplatten zwischen den "klassichen" magnetbeschichteten Festplatten und den SSDs. Die klassischen Festplatten haben den Vorteil, dass sie sehr große Datenmengen aufnehmen können und dabei relativ günstige sind; ein Gigabyte Speicherplatzt kostet zwischen 5 und 10 Cent. Die sogenannten SSDs oder auch Solid State Disks haben in der Regel noch deutlich weniger Speicherplatzt als herkömmliche Festplatten, sind aber sehr viel schneller stromsparender und robuster. Leider sind SSDs momentan noch ca. 10 mal so teuer wie klassiche Festplatten.

Bildschirm

Die Größe eines Laptop-Bildschirms ist logischerweise abhängig von der Größe des Laptops, insofern gelten hier die Empfehlungen für die Größe des Laptopgehäuses. Die Auflösungung moderner Bildschirme für Laptops liegt zwischen 800 x 480 Pixel und 1920 x 1080 Pixel.

Neben der Auflösung ist ein wichtiges Kriterium für Laptop-Bildschirme, ob sie die Bildschirmoberfläche glänzend oder matt ist. Matte Bildschirme sind glänzenden Bildschirmen auf jeden Fall vorzuziehen, da sie einfallendes Licht nicht reflektieren und so viel ergonomischeres Arbeiten zulassen. Glänzende Bildschirme können nur in Räumen ohne grelles Licht benutzt werden, selbst bei bewölkten Wetter sind sie Draußen unbrauchbar.

Optische Laufwerke

Da Diskettenlaufwerke schon seit längerem ausgestorben sind, sind für Computer und Laptop nur noch optische Laufwerke von Bedeutung. Je nach Bedarf kann man sich Laufwerke zulegen, die entweder DVDs lesen und beschreiben können oder zusätzlich auch noch mit Blue-Rays umgehen können. Allerdings kann es auch sinnvoll sein, gar keine Laufwerk mehr im Lapop zu haben.

Anschlüsse

Ein Laptop hat viele unterschiedliche Anschlüsse, um die unterschiedlichsten Geräte anzuschließen:

  • Netzanschluss – für den Strom
  • Ethernetanschluss – um den Laptop an ein Netzwerk anzuschließen, z.B. für Internet
  • VGA-Anschluss – für einen externen Monitor oder einen Video-Beamer
  • USB-Anschluss – für Drucker, MP3-Player und Handys
  • HDMI-für externe Anzeigeräte, ähnlich wie VGA-Anschluss
  • Audioeingang
  • Audioausgang
  • Kartensteckplatz für Speicherkarten
  • Anschluss für Kensington Diebstahlsicherung

Kabelose Verbindungen

Laptops haben in der Regel zwei Arten von kabellosen Verbindungen. Diese sind speziell bei einem Laptop praktischer und als Kabelverbindungen sind und auch besser aussehen:

  • Wireless LAN – um sich mit anderen Netzwerken und Druckern zu verbinden
  • Bluetooth – um den Laptop mit Zubehör wie Maus, Tastatur und Kopfhörer anzuschließen

Batterie / Akku

Der versorgt den Laptop mit Strom, wenn er nicht an die Steckdose angeschlossen ist. Heute werden nur noch Litzium-Ionen-Akkus verwendet. Diese haben den Vorteil, dass sie keinen Memory-Effekt haben und eine längere Laufzeit als die früher verwendeten Nickel-Akkus.

Arbeitsspeicher

Im Arbeitsspeicher oder auch RAM werden alle Daten zwischengespeichert, die aktuell verabeitet werden. Moderne Laptops haben zwischen 4 – 8GB Arbeitsspeicher. Grundsätzlich ist mehr Arbeitsspeicher besser als weniger – sonst muss die relativ langsame Festplatte zur Hilfe einspringen. Wichtig ist auf schnellen DDR3-Ram zu achten.

Betriebssystem

Das Betriebssystem steuert die Hardware des Laptops und stellt der restlichen Software den Zugriff auf die Ausgabe und Speichergeräte zu Verfügung. Die bekanntesten Betriebssysteme für Laptops sind Windows, OS X und Ubuntu.

Zubehör

Typisches Zubehör für Laptop sind Eingabegeräte, Drucker, so wie Schutzhüllen…

Software/Programme

Bei der Software muss man darauf achten, welche Software brauche ich? Welche Software ist für mein Betriebssystem zur Verfügung.

Typische Anwender

Ria und Jochen wollen im Internet surfen und Emails schreiben

Welcher Laptop für Ria und Jürgen?Ria und Jochen möchten einen Laptop kaufen, um damit ins Internet zu gehen und Emails zu schreiben. Sie sind vor allem scharf auf günstige Flüge.

Ria ist 64 Jahre alt; Jochen 67 – sie haben noch keinen Erfahrung mit Computern gesammelt. Ihnen ist wichtig, das der Computer einfach zu bedienen ist und sie vor Viren schützt – über die man so viel in der Zeitung liest.

Zusätzlich zu Internet und Emails, wollen Ria und Jochen auch von Zeit zur Zeit einen Brief schreiben und sich die Fotos von ihrer neuen Digital-Kamera betrachten.

Sie interessieren sich nicht Computer-Spiele; sie finden, dass ist: "So ein Quatsch!" Auch Ihre Bankgeschäfte wollen sie weiterhin persönlich abwickeln.

Welchen Laptop sollen sich Ria und Jochen kaufen?

Der Laptop von Ria und Jochen sollte:

  1. leicht zu bedienen sein
  2. und besonders sicher sein

Da sie keine Vorkenntnisse haben, hängt die Auswahl des Betriebssystems nicht an ihren Erfahrungen, sondern nur an den Eigenschaften des Betriebssystems selbst.

Für Ria und Jochen empfiehlt sich ein Ubuntu-Laptop mit einfachen bis mittleren Prozessor, 4GB Arbeitsspeicher und 250 – 500 GB Festplatte. Die Größe des Laptops sollte 15 – 17 Zoll betragen.

Ubuntu als Betriebssystem kommt Ria und Jochen sehr gelegen, weil es einfach zu bedienen ist, mit der nötigen Software ausgestattet (Internetbrowser, Email, Office, Fotoverwaltung) ist und besonders gut vor Viren geschützt ist.

Da die Mobilität kein wichtiger Faktor für Ria und Jochen ist, sondern der Laptop als Desktopersatz funngiert, ist ein größeres Gehäuse (mindestens 15 Zoll) empfehlenswert. Laptops in dieser Größe haben eine vollwertige Tastatur und der Bildschirm ist groß genug, um bequem damit zu arbeiten.

Als Zubehör empfiehlt sich noch eine Bluetooth-Maus, die das Touchpad ersetzt.

Häufige Fehler beim Laptop-Kauf

Ria hat bei einem Discounter ein Angebot für einen Laptop gesehen und direkt zugeschlagen. Laut Prospekt kann der Laptop wirklich alles; er war auch nicht gerade billig.

Zu Hause bemerken Ria und Jochen, dass auf dem Laptop schon eine ganze Menge Software installiert ist, die sie gar nicht benötigen. Mehrere Programme fordern sie auf eine neue Version zu installieren – sie sind verunsichert. Was sollen sie tun?

Mit den Emails und dem Internet funktioniert ganz gut, aber die ständigen Installationen und Updates nerven schon ein wenig.

Nach 30 Tagen meldet sich die Anti-Viren-Software und verkündet, dass weitere Updates kostenplichtig sind.

Ria und Jochen ärgern sich; mit so viel Ärger für Internet und Emails haben sie nicht gerechnet.

Alex zockt den ganzen Tag

Werlcher Gamer Laptop?Alex arbeitet als C#-Programmierer. In seiner Freizeit spielt er am liebsten die neuesten Ego-Shooter wie Cryis, Battlefield 3 und Half-Life.

Für Alex ist es wichtig, dass alle aktuellen Spiele ruckelfreie laufen. Andere Aufgaben sind ihm nicht so wichtig, die erledigt Alex auf der Arbeit; an seinem Laptop will er hauptsächlich spielen – egal ob zu Hause oder bei Freunden.

Empfehlung für Alex

Alex will einen Laptop zum Spielen – die entscheidenden Komponenten für ihn sind:

  1. leistungsfähige Grafikkarte
  2. schneller Prozessor
  3. viel Arbeitsspeicher

Als Betriebssystem kommt für Alex nur Windows in Frage. Es ist einfach die Plattform für Computerspiele. Die Mobilität des Laptops spielt für Alex nur eine untergeordnete Rolle – er bewegt seinen Laptop höchsten mal zu einer LAN-Party. Deswegen sucht er sich für seinen Spiel-Laptop ein Gehäuse in 17 Zoll aus. Da Alex nur in abgedunkelten Räumen spielt, wählt er einen glänzenden Display. Als Zubehör hat Alex noch eine extra Spiele-Tastatur und eine Game-Maus.

Ein typischer Spiele-Laptop ist der Alienware M18x.

Häufige Fehler beim Laptop-Kauf

Die eierlegende Wollmilchsau zu kaufen. Wenn Alex die neisten und aufwendigsten Spiele spielen will, darf er keine Kompromisse eingehen. Merkmale wie Akku-Laufzeit und Gewicht dürfen für Alex keine Rolle spielen – sonst ruckelt es.

Judy studiert Grafik-Design

Welcher Laptop für Designer?Judy benötigt für ihr Grafik-Design-Studium einen Laptop. Sie hat sich im Vorfeld informiert, welche Programme sie für ihr Studium braucht.: Photoshop und InDesign – zum Glück gibt es die in günstigen Studentenversionen.

Auf ihrem Laptop will Judy alle Aufgaben für ihr Studium erledigen:

  • Bilder bearbeiten
  • Grafiken entwerfen
  • Studienarbeiten schreiben
  • Präsentationen erstellen

In ihrer Freizeit will sie auf Facebook mit ihren Freunden in Kontakt bleiben, Videos sehen und Musik hören.

Welcher Laptop für Judy

Judy hat von einem befreundeten Designer gehört, dass sie sich unbedingt ein MacBook Pro zulegen soll – alle Designer arbeiten damit. Grundsätzlich ist das MacBook Pro für Judy auch eine gute Wahl. Für Judy empfiehlt sich ein MacBook Pro in 15 Zoll, dass ist ein guter Kompromiss aus Mobilität und Arbeitskomfort – so kann sie das MacBook leicht mit in die Uni nehmen und immer noch komfortabel Grafiken bearbeiten und Präsentationen erstellen.

Bei der Hardware sollte sie auf genug Arbeitspeicher und genug Platz auf der Festplatte achten – speziell wenn sie auch Animationen erstellen will.

Als Alternative zum MacBook bietet sich für Judy ein vergleichbarer Windows-PC wie das Dell XPS 15z an. Letztlich ist das reine Geschmacksache.

Wichtiger sind für Judy die passende Software und das richtige Zubehör: Judy sollte unbedingt klären, welche Software sie für ihr Studium benötigt. Ist die Software fest vorgeschrieben? Gibt es günstige Studentenversionen? Kann sie auf freie Software wie Inkscape und Gimp zurückgreifen? Dann könnte sie evtl. eines Ubuntu-Laptops genießen.

Als Zubehör ist Judy ein größeres Display für die Arbeit von zu Hause zu empfehlen – so kann sie wesentlich schneller und ergonomischer Arbeiten. Als Eingabegeräte bieten sich für Judy eine eine externe Tastatur und, besonders wichtig, ein Grafiktablett an. Das Grafiktablett ermöglicht Judy Pinsel und ähnliche Werkzeuge in den Grafikanwendungen deutlich präziser zu arbeiten als mit einer Maus. Dadurch dass der Stift des Tabletts wie ein normaler Bleistift gehalten wird, schont ein Tablett auch das Handgelenk und erlaubt viel natürlicheres, kreatives Arbeiten.

Häufige Fehler beim Laptop-Kauf

Judy findet es toll, dass sie als Studentin so günstig an Spezial-Software wie Photoshop (€ 236,81 anstatt € 1.010,31) kommt. Dabei unterschätzt sie die Folgekosten.

Später will Judy als freie Webdesignerin arbeiten; natürlich will sie dann auch mit der neuesten Software arbeiten – die kostet dann natürlich mehr.

Judy sollte sich gut überlegen: Will sie auf Closed-Source-Software setzen oder ist für sie frei Software das Richtige? Vielleicht sollte Sie sich doch einen Laptop kaufen, der mit Ubuntu ausgeliefert wird.


Dell plant neues Sputnik-Notebook

Update: Mitlerweile gab es von Barton einen offiziellen Blog-Post zu dem Thema. Dabei geht er auf das neue XPS-13 ein, erwähnt aber die Tests am M3800. Den Test von D. Jared Dominguez kann man auf der Dell Community nachlesen. Zwar will es noch keiner offiziell sagen, aber wie es aussieht, wird es noch einen großen Sputnik geben! smiley

Ich habe gestern einfach mal Barton George per Twitter angeschrieben, ob es in Zukunft vielleicht einen großen Bruder zum XPS-13 mit Ubuntu geben wird. Wenige Augenblicke kam dann schon die Antwort:

Es sei  zwar noch nichts offiziell, aber man würde schauen wie die Dell Precision M3800 Mobile Workstation mit Ubuntu funktionieren würde. Da konnte ich natürlich nicht stillhalten und habe mir das schöne Teil mal bei Dell angesehen. Ich muss sagen, sieht wirklich gut aus. Eine schöne 15 Zoll Alternative zum MacBook Pro mit Ubuntu an Board – das wäre schon was.


WOW – Ubuntu Phone und Steam Konsole

Wow jetzt bin ich doch etwas platt heute. Erst sehe ich die Keynote von Mark Shuttleworth zu Ubuntu Phone und dann bewahrheitet sich auch noch, dass Valve eine Steam Konsole auf Ubuntu-Basis herausbringt. Ich weiß gar nicht, was ich spannender finde.

Ubuntu Phone – endlich ein wirklich freies Betriebssystem für Handys

Mit Ubuntu Phone könnte es endlich eine wirklich freies Betriebssystem auf den Handy-Markt schaffen. Ok, ich weiß, es ist noch eine wirklich frühe Vorschau, aber die Keynote von Mark Shuttleworth war schon sehr vielversprechend. Das System wirkt sehr durchdacht, ähnlich wie das bei Meego und dem N9 der Fall wahr. Auch das man versucht auf dem Bildschirm so viel Platz wie irgend möglich zu sparen, gefällt mir persönlich sehr gut.

Einen noch besseren Eindruck bekommt bei dem Hands-On-Test von Endgadget. Dort wirkt das System schon benutzbar, obwohl es noch in so einem frühen Zustand ist.

Der Clou meiner Meinung nach ist, dass man sich den Kernel von Android ausleiht; so besteht tatsächlich eine Chance das Hersteller Ubuntu Phone als Handy-Betriebssystem annehmen. Laut Shuttleworth soll es sehr einfach sein, Ubuntu Phone auf einem Android-Handy zu installieren. Er selbst hat es auf einem Nexus 2 präsentiert.

Selbst wenn die Adaption durch die Hardware-Hersteller schleppend vonstattenginge, sollte es bald erste Versionen zur Installation auf Android-Handys geben – ich persönlich freue mich schon darauf.

Eine echte Marktchance?

Hat Ubuntu Phone eine Chance am Markt. Ich glaube ja, auch wenn es sehr schwierig wird. Der Smartphone-Markt ist schon sehr umkämpft, auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass Canononical so ein großes Risiko geht, ohne vorher auszuchecken, ob man da auch Geräte-Hersteller mit an Board bekommt.

Ein weiteres großes Problem wird es sein, Entwickler für Ubuntu zu begeistern. Ich hoffe Ubuntu Phone ein paar verbrellte Meego-Entwickler begeistern kann – das SDK schein dem von Meego ja sehr ähnlich zu sein.

Ich persönlich freue mich schon auf Ubuntu Phone, dann kommuniziert mein Handy endlich perfekt mit meinem Laptop und ich muss nicht mit Sonderlösungen Arbeiten wie Go-mtpfs um meine Dateien zu übertragen. Darüber hinaus habe ich dann ein vertrautes System über alle meine Geräte.

Steam Konsole – Massentauglich Hardware mit Ubuntu

Irgendwie ist diese Meldung heute ein wenig untergegangen; oder ich habe Sie gestern verpasst 🙂 Mit der Steam Konsole kommt ein End-User-Gerät mit Ubuntu auf den Markt, dass das Zeug hat, viele Wohnzimmer zu erobern.

Warum ist eine Spiel-Konsole mit Ubuntu gut

Was heißt das eigentlich? Ganz einfach: Ubuntu wird eine wichtige Spieleplattform! Als jetzt Steam zu Ubuntu kam, dachte ich erst: "Na dann kommen halt ein paar Spiele, aber die wirklich guten, werden auf anderen Plattformen erscheinen." So besteht aber die Chance, dass ein wirklich guter Spiele-PC immer Ubuntu installiert haben muss; was wiederum zur Folge hat, dass Ubuntu mit immer besseren Grafikkartentreibern versorgt werden wird. Alien Ware Laptops mit Ubuntu vorinstalliert – sehr interessante Vorstellung.

Anders als bei Ubuntu Phone, ist das auch nicht nur eine wage Hoffnung, sondern wird höchstwahrscheinlich Realität.

Glaubt ihr auch, dass 2013 ein gutes Ubntu-Jahr wird? Oder denkt ihr, dass ich nur träume?


Großer Tag für Ubuntu

XPS 13, Developer Edition

Gestern war ein großer Tag für Ubuntu und Linux. DELL liefert seit gestern das erste top-of-the-line Notebook mit Ubuntu aus. Bis jetzt wurden von den großen Herstellern höchstens besomders billige Laptops oder Netbooks mit einem Linux-Derivat ausgeliefert. Das XPS 13 Laptop, Developer Edition ist nun endlich ein Laptop, dass sich an Profis wendet; genauer gesagt an Webentwickler.

Warum das für Ubuntu gut ist

Aus meiner Sicht gibt es 2 Punkte wieso das XPS 13 für Ubuntu und Desktop-Linux einen Meilenstein darstellt:

Ein Laptop der sich an Profis und Early-Adopters richtet.

Bis jetzt haben die großen Hersteller nur auf Ubuntu gesetzt, wenn es darum ging besonders günstige Laptops auf den Markt zu bringen. Die Zielgruppe waren dabei hauptsächlich irgendwelche Sparfüchse. Der XPS 13 Laptop, Developer Edition richtet sich in an professionelle Webentwickler, die das beste Werkzeug für ihre Arbeit brauchen – das ausgerechnet solch ein Laptop mit Ubuntu ausgeliefert wird, spricht Bände.

Eine Möglichkeit für DELL sich gegenüber der Konkurrenz abzusetzen und zu Apple aufzuschließen.

Ubuntu bietet Dell die Möglichkeit sich von der Konkurrenz mit Windows 8 Laptops abzusetzen und so ein Differenzierungspotential, dass (zumindest für den Moment) nur DELL liefern kann. In den USA ist das MacBook Air ein Hit unter Entrepreneuren und Webentwicklern; für diese Zielgruppe gibt es zur Zeit keine Alternative; ein Windows-Laptop könnte das niemals sein. Durch Ubuntu hat DELL die Möglichkeit ein Alternativprodukt anzubieten, dass alle Vorteile von OS X bietet, ohne ein eigenes Betriebssystem entwickeln zu müssen.

Meine Hoffnungen

  1. Durch die gesteigerte Sichtbarkeit von Ubuntu als High-End-System für Laptops, wird der Druck für andere Hardwarehersteller höher auch Ubuntu zu unterstützen.
  2. Der Anreiz ordentliche Geräte-Treiber für Linux bereizustellen wird wichtiger, wenn man seine Komponenten im lukrativen High-End-Bereich erfolgreich verkaufen will.

Natürlich ist das alles erst ein Anfang, aber wenn man gleichzeitig noch die Entwicklung von Steam bedenkt, scheint Ubuntu sich auf dem richtigen Weg zu finden. Wenn jetzt Uuntu in Zukunft mit diesem Scheiß wie der Amazon-Lense aufhört kann das Jahr des Linux-Desktop kommen.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Denkt ihr das der XPS 13 Laptop, Developer Edition etwas verändert?

XPS 13 Laptop, Developer Edition selber bauen

Wer sich jetzt seinen ein Sputnik selber bauen will, weil er nicht warten möchte, bis der XPS 13 Laptop, Developer Edition in Deutschland auf den Markt kommt, kann sich auch einfach das Sputnik-Image herunterladen und einen Dell XPS 13 Laptop kaufen und dann das Image einfach auf dem XPS 13 installieren – so einfach ist das.


Linux auf Laptops immer noch überraschend schwach

Business Laptops mit Linux immer noch ernüchternd

In der ct 20/11 wurden mal wieder Laptops mit Linux getestet. "Mit lediglich einem fast perfekt und drei halbwegs gut laufenden Laptops scheint das Ergebnis ziemlich ernüchternd." Der Autor betont, dass man sich auch nicht auf den guten Ruf verlassen kann – wie ihn beispielsweise die Lenovo Thinkpad Familie genießt.

Der Test wurde mit den Geräten aus einem Test für Business-Laptop durchgeführt. Die Überlegung war: Business-Laptops sind in der Regel besser für Linux geeignet. Auf allen 10 Geräten wurde Ubuntu 11.04 installiert; nach der Installation wurden 6 der 10 Laptops ausgesiebt.

Die verbliebenen 4 Geräte:

  • Dell Latitude E6420
  • Fijutsu Lifebook S750
  • Lenovo Thinkpad T420
  • Toshiba Tecra R840

wurden dann intensiv getestet. Grundsätzlich wurde bemängelt, dass viel Feintuning benötigt wurde. Dabei kam heraus, dass außer beim Thinkpad kein Gerät in vollem Funktionsumfang lief und selbst beim Thinkpad noch viel Optimierungspotential bei der Konfiguration des Betriebssystems vorhanden war – Knackpunkt waren hier vor allem die Stromsparfunktionen.

In einem Leserbrief habe ich mich gefragt, wie das Problem gelöst werden kann. Diesen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

 

Sehr geehrter Herr Leemhuis,

Die von Ihnen beschriebenen Probleme (Komponenteauswahl und optimierte Konfiguration) können nur von auf Linux spezialisierten Laptop-Herstellern gelöst werden. Für die etablierten Hersteller werden Linux-Anwender immer Kunden 2. Klasse sein. Dies fängt bei der Auswahl der Hardware-Komponenten an und hört bei der lieblosen Konfiguration des Betriebssystems auf – man stelle sich nur mal vor: einen Windows-Laptop ohne passenden Grafikkarten-Treiber zu kaufen.

Die Situation ist umso ironischer, als dass sich die großen Hersteller über wegbrechende Margen beschweren und Linux ihnen die Möglichkeit gibt, sich mit einfachen Mitteln ein Alleinstellungsmerkmal zuzulegen. Also wird das wohl ein auf Linux spezialisierter Hersteller diese Nische besetzen – das Beispiel Apple lässt grüßen.

Mit freundlichen Grüßen
Marco Laspe


Notebook Akku Laufzeit

Eine möglichst lange Akku-Laufzeit, das ist es, was jeder Notebook-Besitzer will. Nachfolgend habe ich Tipps & Tricks zusammengetragen wie man die Laufzeit und die Lebensdauer des Akkus verlängert. Zusätzlich gehe ich auch auf ein paar Mythen ein, die nichts nützen.

Tipps und Tricks für die Notebook-Akku-Laufzeit

Akku-Training

Notebook Akku Laufzeit Training

Wenn ihr ein neues Notebook habt, solltet ihr den Akku Anfangs 4 – 6 mal voll aufladen und entladen. Mit Endladen ist gemeint: Benutzt euer Notebook so lange, bis es automatisch runterfährt. Verwendet auf gar keinen Fall eine Software, die dafür sorgt, dass der Akku restlos entladen wird. Bei einem Lithium-Ionen-Akku kann das zur Zerstörung führen. 

Kontakte des Akkus reinigen

Notebook Akku Laufzeit ReinigenReinigt von Zeit zu Zeit die Kontakte eures Notebook-Akkus. Nehmt ein Q-Tip und tränkt es mit Fensterreiniger, dann reinigt die Kontakte am Akku und am Notebook. Mit einem weiteren Q-Tip trocknet ihr die Kontakte. Das verbessert die Übertragung des Stroms und sorgt so für eine längere Akku-Laufzeit und ein längeres Akkuleben.

Bitte nicht irgendwelchen Reiniger in Öffnungen des Notebooks oder des Akkus spritzen.

Bildschirmhelligkeit des Notebooks reduzieren

Der Bildschirm eures Notebooks ist wahrscheinlich der größte Stromfresser. Wenn es das Umgebungslicht erlaubt, reduziere die Bildschirmhelligkeit. Allerdings würde ich vor allem darauf achten, dass das Arbeiten bequem von der Hand geht.

Laufwerksarbeit vermeiden

Wenn sie nicht nötig sind, verzichtet auf Programme, die exzessiv die Festplatte oder das DVD-Laufwerk benutzen. Die Laufwerke eures Notebooks benötigen sehr viel Energie. Allerdings hilft dir das nicht gerade weiter, wenn ihr eine DVD schauen möchtest.

WLAN und Bluetooth abschalten

Wenn ihr unterwegs seid, und eh kein Netztwerk habt, in das ihr reinkönnt, solltet ihr auch euren WLAN- bzw. Bluetooth-Empfänger abschalten, sonst verbraucht Ihr Strom für nichts.

Mehr RAM ins Notebook einbauen

Falls ihr wenig RAM in eurem Notebook habt und deswegen häufig Daten auf die Festplatte ausgelagert werden kann die Anschaffung von zusätslichen RAM sinnvoll sein. Damit reduziert ihr die Zugriffe auf die Festplatte, was wiederum strom spart.

3D-Anwendungen vermeiden

3D-Spiele und -Anwendungen haben einen hohen Leistungsbedarf. Sie beanspruchen Prozessor und Grafikchip enorm. Dementsprechend erhöht sich der Strombedarf. Speziell die zusätzliche Wärme sorgt für eine erhöhte Kühlleistung.

Extra Akku-Tipp für (Ubuntu)-Linux Anwender

TLP Installieren

TLP ist eine Software, die zusätzliche Stromspar-Optionen für Ubuntu einstellt. So wird euer Ubuntu-Notebook im Batteriebetrieb noch ein wenig sparsammer.

Installation:

sudo add-apt-repository ppa:linrunner/tlp
sudo apt-get update
sudo apt-get install tlp

Tipps für die Lebensdauer des Notebook-Akkus

Kühl lagern

Notebook Akku Laufzeit kuehl lagernWenn möglich, lasst euren Notebook-Akku nicht an warmen Orten liegen, wie z.B. in einem Auto, dass in der Sonne steht.

Bei längerer Netzbenutzung Akku entfernen

Wenn ihr euer Notebook längere Zeit (2 Wochen und länger) zu Hause an der Steckdose hängen habt, macht es Sinn, den Akku aus dem Notebook zu entfernen.

Das hat zwei Gründe:

  1. der Akku wird im Notebook immer ein wenig warm
  2. der Akku steht permanent unter Spannung

Mythen und fragwürdige Tipps rund um die Akku-Laufzeit

Autosave-Funktion abschalten

Das Abschalten von Autosave-Funktionen in unterschiedlichen Programmen mag ein klein wenig die Akku-Laufzeit verlängern, bei den meisten Dokumenten sind die Schreibzugriffe auf die Festplatte aber recht kurz; der Ärger, wenn Daten verloren gehen, oft umso größer.

Grafik-Auflösung reduzieren

Der Effekt durch die Reduzierung der Auflösung ist bei Notebook-Grafikkarten meiner Meinung nach eher gering. Davon abgesehen sollte die Ergonomie immer Vorrang vor der Akku-Laufzeit haben.

Akku immer entleeren

Für Notebook-Akkus trifft das nicht zu, die verwenden Lithium-Akkus, welche keinen Memory-Effekt haben. Bei einem Nickel-Cadmium-Akku macht das durchaus Sinn – also die elektrische Zahnbürste ruhig mal entladen.

Akku absolut entlehren

Macht das bitte auf keinen Fall! Euer Notebook-Akku kann dabei zerstört werden. Es gibt Software, die verhindert, dass euer Notebook, bei geringen Akku-Ladestandm sich automatisch ausschaltet. Diese Software stammt noch aus einer Zeit als Nickel-Cadmium-Akkus in Laptops verwendet wurden.

So, jetzt seit ihr dran: Kennt ihr noch Tricks um die Akku-Laufzeit zu verlängern?

Bildquellen: U.S. Army, Atiim Jones, gino73 / pixelio.de