Sieben und eine halbe Innovationsquelle

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Von Jeff McNeill, CC BY-SA 2.0, Link
Die 7 Innovationsquellen helfen euch, systematisch nach neuen Ideen für eure Projekte zu suchen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr
  • ein neues Open-Source-Projekt starten wollt
  •  auf der Suche für das Thema einer Studien-Arbeit seid
  • eine Geschäftsidee zum Gründen sucht oder
  • ein effektives Hilfsprojekt für Bedürftige auf die Beine stellen wollt.

Es spielt auch keine Rolle, ob ihr auf Suche nach technischen oder sozialen Innovationen seid. Es geht vielmehr darum Bedarf, Machbarkeit und Zeitpunkt einer Innovation herauszufinden.

Ideen findet man nicht zufällig

Wenn es um das Finden von Innovationen und Ideen geht, werden in der Regel immer irgendwelche Kreativitäts-Techniken gezeigt. Das Praxisbuch Existenzgründung schlägt beim Thema Ideenfindung Brainstorming, Mindmapping und die Kummerkasten-Methode vor. Ganze 10 Seiten von 500 werden für das Entdecken der Geschäftsidee verwendet. Ironischerweise wird aber schön lange darauf eingegangen, wie man die Idee testet und herausfindet, ob sie kein Käse ist. Ideen selbst bleiben etwas Zufälliges.

Leider ist dieser Ansatz wenig systematisch. Er taugt nicht um erfolgsversprechende Ideen für Startups, Open-Source oder gemeinnützige Projekte zu finden. Er basiert immer auf dem Prinzip: Einfach Unmengen an Ideen rausschleudern, irgendwann wird schon was Passendes dabei sein.

Die Folge davon: Es gibt mittlerweile eine Menge Menschen, die sagen: Ideen sind wertlos! Was zählt, ist deren Umsetzung.

Gute Ideen sind nicht wertlos

Ich möchte diesem Ansatz widersprechen: Gute Ideen sind nicht wertlos!

Es braucht gute Ideen. Und um gute Ideen zu finden, muss man wissen, wo man sucht.

Der Erfinder des Managements, Peter Drucker, hat dafür 7 Innovationsquellen ausgemacht:

  1. Das Unerwartete
  2. Nichtübereinstimmungen
  3. Prozess-Notwendigkeit
  4. Marktveränderungen
  5. Demographie
  6. Wahrnehmungs-Veränderungen
  7. Wissensbasierte Innovation
  8. Der Geistesblitz – zählt leider nur als halbe Innovationsquelle

Die Reinfolge hat Drucker nicht zufällig gewählt, sondern bewusst:

  1. Das Risiko der Innovationsquellen nimmt zu.
  2. Innovationsmöglichkeiten werden in den Quellen 1 – 4 tendenziell besser von Insidern einer Industrie entedeckt, in den Quellen 5 – 7 tendenziell leichter von Aussenstehenden.

Im Verlauf der nächsten Artikel wird klar werden: die einzelnen Innovationsquellen sind nicht strickt voneinander zu trennen, sondern sie können einander überlappen und haben teilweise Gemeinsamkeiten.

Für den Anfang habe ich die 7 Innovationsquellen + den Geistesblitz auf einer DIN A4 Seite zusammengefasst. So könnt Ihr euch schon mal einen Überblick über die 7 Innovationsquellen verschafften. Die einzelnen Innovationsquellen werden in weiteren Artikeln nach und nach vorgestellt.

Mich würde interessieren: Wie macht Ihr das? Wie geht Ihr auf Ideensuche?

7 und eine halbe Innovatiosquelle nach Peter Drucker

Die Zusammenfassung steht unter CC-Lizens. Ihr könnt Sie frei herunterladen. Wenn ihr sie weitergeben wollt, verlinkt bitte auf diese Website.