Open-Source-Projekte mit dem Software-Center finanzieren

Open-Source-Projekte mit dem Software-Center finanzieren

Seit einigen Monaten kann man mit dem "Software-Center relativ einfach eigene Programme unter Ubuntu zum Kauf anbieten. Warum soll das nicht auch dazu dienen die Finanzierung von Open-Source-Projekten zu verbessern?

An meinem Lieblingsbeispiel Gimp möchte ich dies mal demonstrieren, vorher möchte ich aber noch eine Grundannahme machen: Es widerspricht nicht dem Open-Source-Gedanken, Software zu verkaufen, wenn man gleichzeitig den Programm-Code veröffentlicht. 

Wie könnte das aussehen?

Für Gimp gibt es z.B. Plugins, die nicht über die Paketquellen installierbar sind und deren Pflege den normalen Grafiker nerven bzw. überfordern.

Warum nicht bestimmte Plugin-Packs im Software-Center zu einem fairen Preis anbieten? Oder ich könnte mir einen Plugin-Pack vorstellen, der eine Vorauswahl trifft und mir spezielle Plugins/Funktionen für die Nachbearbeitung von Digital-Fotos bereitstellt – Funktionen, die von Shotwell evtl. nicht abgedeckt werden.

Hier könnte das Gimp-Team ansetzen; denn wer besitzt schon mehr Kompetenz bzgl. Gimp als das Gimp-Team selbst. Was für Gimp gilt, gilt natürlich auch für viele andere Anwendungen wie OpenShot, Ardour, Open-Office u.v.a. und eine Vielzahl an Angebotsmöglichkeiten.

Wo liegt der Mehrwert für den Kunden?

Die meisten Anweder sind genervt oder schlicht überfordert mit der Installation von Plugins, PPAs oder Kompilierung von Quellcode – trotzdem verwenden sie natürlich gerne die besten Plugin und die neusten Versionen ihrer Software. Es wäre vermessen anzunehmen, dass Anwender sich dieses Wissen erarbeiten müssen oder halt 6 – 24 Monate auf die nächste Aktualisierung von Ubuntu warten sollen.

Speziell für die LTS-Versionen von Ubuntu stellt das Software-Center so ganz neue Möglichkeiten für Anwender und Programmierer bereit, eine mangelnde Aktualisierung durch Canonical zu umgehen.

Warum ein funktionierendes kommerzielles Ökosystem wichtig ist.

Speziell kleine Projekte haben immer wieder zu kämpfen, sei es bei neuer Hardware oder der Server-Miete – von der Bezahlung der Team-Mitglieder ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass die meisten Open-Source-Projekte werden von Einzelkämpfern programmiert und haben einfach nicht die Men-Power um sie (schneller) weiterzuentwickeln.

Für alle die sich für Geschäftsideen und Geschäftskonzepte habe ich hier zwei Artikel, die als Einstieg dienen:

Wie steht ihr dazu? Sollten Open-Source-Projekte versuchen, über das Software-Center Geld zu verdienen?